Live free or die, Meiner!

Stimmen aus der Wildnis

Nur noch fünfzehn Minuten bis St. Louis und damit in den Bundesstaat Missouri. St. Louis liegt südlich des Zusammenflusses von Mississippi und Missouri. Und auf einer Brücke fahren wir in die Stadt hinein.

/pics/GreatLakes6StLouisEinfahrtAug10.jpg

Es ist dunstig und heiß und der Mississippi scheint aus dickflüssigem Blei zu sein und führt Hochwasser. Das Denkmal für die Entdecker Lewis und Clark, die 1804 von hier aufbrachen, um für Präsident Jefferson den Westen zu erkunden, ist überschwemmt.

/pics/GreatLakes6DenkmalLewisAug10.jpg

Nahe dem Gateway Arch, St. Louis Wahrzeichen und höchstes Nationalmonument der USA, finden wir ein Parkhaus und laufen los. Nach zehn Minuten sind wir bereits durchgeschwitzt und es sind noch anderthalb Stunden bis ein Schaufelraddampfer abfährt.

/pics/GreatLakes6DampferAug10.jpg

Also gehen wir zum Gateway Arch, dem riesenhaften Bogen, der St. Louis als Tor zum Westen darstellen soll. Drinnen werden wir kontrolliert, denn der Arch ist ein Nationaldenkmal. Den schlafenden Mattis müssen wir aus dem Wagen nehmen und mein Taschenmeser geht gerade so als Obstmeser durch. Unter dem Arch ist eine große Ausstellung über die Expedition von Lewis und Clark (1804 - 1806) und die Eroberung des Westens.

/pics/GreatLakes6ArchAug10.jpg

Die Ausstellung ist umfassend und geht durchaus kritisch mit der Vertreibung der Indianer um. Zuerst führen Tagebuchaufzeichnungen von Lewis auf einem Rundgang, dan gibt es originale Siedlergegenstände zu sehen und Kopien der "Friedensverträge", die die Weißen mit den Indianern schlossen, ohne dass die Indianer wussten, was sie da unterzeichneten -- und dann kamen die Weißen.

/pics/GreatLakes6ArchExhibitKistenAug10.jpg

Nach einer Stunde gingen wir wieder in die Hitze und schafften noch ein paar Bilder von uns unterm Bogen.

/pics/GreatLakes6KinderArchAug10.jpg

Unten am Ufer gibt es recht wenig zu sehen, denn immer noch bestimmen Industrieanlagen das Bild und die riesige Flutmauer, die seit dem schlimmen Hochwasser 1993 noch erhöht wurde. Aber die Dampfer-Anlegestelle ist doch so, wie man es sich am Mississippi vorstellt.

/pics/GreatLakes6AnlegestelleAug10.jpg

Der Schaufelraddampfer "Tom Sawyer" ist nicht original und drinnen klimatisiert mit Popcorn-Maschine, aber dank eines Rangers, der wirklich viel über St. Louis und den Fluß zu berichten hatte, wurde es eine schöne Fahrt.

/pics/GreatLakes6AufDemFlussAug10.jpg

St. Louis wuchs schnell durch die vielen Siedler und Glücksritter, die auf dem Weg in den Westen hier durchkamen. Es bildete sich eine reiche Schiffsbesitzer-Kaste, die über Jahre erfolgreich verhinderte, dass eine Brücke über den Mississipi gebaut wurde. Erst 1891 begann ein Privatmann auf eigene Kosten, eine Stahlbrücke zu errichten. Daraufhin wurde das Gerücht in Umlauf gesetzt, dass die Brücke aus diesem neuartigen Material nicht sicher sei. Zur Eröffnung am 4. Juli 18... ließen die Erbauer dann mehrere Elefanten über die Brücke gehen, um zu zeigen zeigen, dass die tierischen Instinkte der Dickhäuter die Brücke für sicher befanden und das genügte den Menschen dann.

/pics/GreatLakes6BrueckeAug10.jpg

Bis heute fahren große Transporter vom Atlantik bis hierher ohne eine Schleuse passieren zu müssen, so tief und breit ist der Mississippi. Sie transportieren eigentlich alles und sind bis heute ene wichtige Alternative zu Schiene und Straße.

/pics/GreatLakes6TransportschiffeAug10.jpg

Aber unser Dampfer war eindeutig schöner!

/pics/GreatLakes6VorDampferAug10.jpg

Uns jedenfalls wurde es dann doch zu warm und wir fuhren zurück nach Springfield, in Lincolns Stadt.

[]
Für Kommentare hier entlang. Alternativ freuen wir uns über Eure Kommentare an blog@voxindeserto.de.
blog comments powered by Disqus