Once upon a time there was a prince who liked to travel and to garden. In the lovely landscape of Anhalt which is now part of the state Saxony-Anhalt in Germany, he installed an unrivalled garden kingdom with palaces, quiet lakes, little woods and gardens and it is open to the public.
One sunny fall morning we drove of to Wörlitz the little town that hosts most of the garden kingdom. It is cloce to the river Elbe and in the middle of green fields and meadows and woods. Prince Franz ruled Anhalt from 1758 until 1817. He had one son with his wife Luise and ten other children "around". He loved to travel and from a journey to Italy, England and France he brought so many great ideas that he startet to built the garden kingdom.
It is now part of the UNESCO World Heritage and dozens of gardeners and staff members maintain more than 150 square-kilometers cultural landscape including little palaces, sculptures, artificial caves and even a man-made volcano which erupts on special occasions -- and peaceful places like this pavillion.
We really like to walk here although on sunny days it is crowded by people as the entrance is free. The kids love the swans.
And we take a gondola ride on the lake and through the little canals that are crossed by little bridges -- each of a different kind. Charlotte is busy watching Mattis who is still too brave so close to the water.
Another great thing are the look-throughs that are planned by the prince. Some of them even have a political backround to show the wisdom of their builder. This is the "tolerance-view" -- from here you see the synagoge on the left for the Jewish religion and the Christian church on the right -- both should be equal in the eye of the visitor.
It is amazing to see the grown culture here. It must have been very different in the first days but the prince had this great look in the future although he knew he would never see the parc finished in his lifetime. There are also little mazes and climbing rocks and it is worth to stay close because the area is huge. I especially enjoy the water lilys.
You can rent bicycles and stay overnight in little parc houses -- it is really a little paradise, a planned one which makes it very German.
Die "Blaue Lagune" ist das beliebteste Reiseziel Islands: ein riesiges
Thermalbad mit Wellnessbereich und baden im Vulkanbecken in eisblauem, heißen
Wasser. Wir haben uns dagegen entschieden, ganz einfach, weil es sehr teuer ist
und kein Spaßbad, wie die Kinder es gemocht hätten. Aber wir sind mal
rangefahren an die legendären Quellen.
Wir wandten uns dann in Richtung Süden, wo für diesen Tag besseres Wetter
angesagt war. Über Schotterpisten ging es am Meer entlang. Rechts die Küste und
links die Lava-Felder mit ihren bizarren Formen.
Viele Straßen werden gebaut, aber immer aus dem typischen schwarzen
Lava-Schotter, der genug Grip hat, um bei Blitzeis und plötzlichem Regen eine
rutschfeste Oberfläche zu bieten. Für manche ist der Belag aber auch richtig
gemütlich.
Die wahren Helden des Tages waren aber nicht die wolligen Islandschafe, die ihr
Fell für die schicken, aber völlig überteuerten Island-Pullover hergeben.
Sondern die Island-Ponys. Wegen ihnen darf keine andere Pferderasse auf der
Insel gehalten werden. Überall stehen sie auf großen Weiden an der Strasse, in
allen Farben und es ist eine Freude sie anzusehen und eine noch größere (für
gewisse Pferdefreundinnen unter uns), sie zu streicheln.
Tatsächlich schien die Sonne immer heller, je weiter südlich wir kamen. Von der
Straße aus konnten wir die Vulkane schon sehen -- und die Gletscherzungen, die
sich Richtung Meer schieben.
Über die Kanten rauschen unzählige Wasserfälle, an die man ganz nah herankommt.
Auf der Straße am Meer fährt man direkt an der Abbruchkante vorbei. Und kommt
an den berüchtigten Eyjafjallajökull-Vulkan, der im April 2010 mit seinen
Aschewolken den weltweiten Flugverkehr lahmgelegt hat.
Wie fast immer versteckte er sich im Nebel und so konnten wir das Biest nur
erahnen.
Ganz nah prasselt ein weiterer berühmter Wasserfall in ein schwarzes
Naturbecken und fließt als unscheinbares Flüsschen Richtung Meer: der Skogafoss
-- und das in berauschender Lautstärke.
Diese Fahrt war dank mp3-Player schon deutlich entspannter und schon mal ein
Vorgeschmack aufs Fahren im Deutschland-und-Halleparkplatz-kompatiblen Auto.
An der Strecke liegt außerdem noch das Skogar-Museum, das den isländischen
Wohnungsbau in den Zeiten darstellen will. Tatsächlich findet man an einigen
Hängen die noch vor 100 Jahren typischen grasgedeckten Häuschen, die innen
unglaublich eng und dunkel sind.
Da die Isländer ihr bißchen Holz schon um 1000 n.C. komplett abgeholzt hatten,
nahmen sie zum Bau der wenigen Holzhäuser am Strand herumliegendes Treibholz.
Und tatsächlich haben sie erst vor wenigen Jahren damit begonnen, ein paar
Wldflächen aufzuforsten, denn nicht unbedgingt das raue Klima, sondern die
Erosion ist das größte Problem für das bißchen Landwirtschaft. Auf dem Rückweg
gings flotter auf der Autobahn und durch einen Tunnel zurück, der unter einem
riesigen Fjord entlangführt. Am nächsten Tag hieß es wieder Koffer packen --
und dann ging es heim.
Jetzt wird es langsam peinlich, aber die Chronistenpflicht ruft. Deshalb hier unsere Erlebnisse in Reykjavik -- immer noch Ende Juli 2011.
Reykjavik ist klein, aber vielfältig. Eigentlich ist Micha ja der Naturmensch, aber bei strömendem Regen konnte ich durchsetzen, nicht nochmal so weit zu fahren. Also kehrten wir ins Saga-Museum ein. Jede Ecke in Island hat ihre eigene Saga -- Geschichten über die Besiedlung, den dort lebenden Clan und natürlich auch sagenhafte Wesen. Im Saga-Museum kann man einen Streifzug durch die Geschichte Islands unternehmen -- Wachspuppen in Kulisse veranschaulichen die oftmals blutrünstigen Stories. Interessant für die Kinder, die die englische Audio-Führung mitmachten.
Leider wird alles nur englisch oder isländisch beschrieben, manchmal französisch. Jedenfallls war der Museumsshop nicht so toll, aber die ausprobierbaren Wikingerhelme wogen das auf.
Vom Dach des Museums hat man einen guten Blick über die Stadt -- Wetter kann man sich ja nun nicht aussuchen.
Die Stadt selbst ist wirkich sehenswert. Kleine Straßen, bunte Häuser -- sie macht einen fröhlichen Eindruck. Ein Laden am anderen zeigt, dass Island zwar vornehmlich fischt, aber eben auch vom Tourismus lebt.
Überall Kuscheltiere von Papageientauchern, Eisbären, Islandpferden, außerdem Strickpullis und T-Shirts mit isländischen Trinksprüchen. Und überall Geschichte: Reykjaviks Gründung als großes Gehöft, Reykjavik als Heimat Erik des Roten und vor allem seines Sohnes Leif Erikson, der Amerika entdeckte.
Diese Statue wurde Island von den USA geschenkt, zum 1000. Jahrestag der Entdeckung. Die Kirche im Hintergrund ist ein Betonkunstwerk, innen licht und hell, mit einer klangvollen Orgel, aber schlicht wie eben eine evangelische Kirche. Genau gegenüber ist "Lokis Café" und dort kehrten wir ein zum Lunch.
Die tapfere Lotti probierte eine isländische Fleischsuppe, Moritz nur ein Frischkäsebrot, aber immerhin mit hausgemachten Roggenbrot, das ganz früher in Erdöfen nahe den heißen Quellen gebacken wurde.
Micha dachte kurz über fermentierten Hai und Schafshirn nach, entschied sich dann aber doch für Fleischsuppe und Brot und natürlich Bier.
Matti war es wurscht -- Hauptsache, er konnte mit Gabel essen. Sonst war das Wetter einfach zu grau, um bessere Eindrücke zu sammeln. Außer vielleicht, dass es hier tatsächlich Feen gibt -- die ihre Hügel sogar mitten in der Fußgängerzone von Reykjavik haben.
Wenn wir wiederkommen, und das werden wir, dann wochentags, wenn die vielen Boutiquen und Galerien offen sind.
Mein unnachahmlicher Kollege A.H. hatte uns vor der Reise nach Island mit zahlreichen Tipps versorgt. Einer davon: per Auto den Golden Circle entlang zu fahren. Auf dieser Tagesreise fährt man die allerberühmtesten Sehenswüridgkeiten Islands locker ab. Da ich immer auf A.H. höre, holte Micha morgens das Auto und los gings.
Schon nach kurzer Zeit kamen wir zu heißen Quellen. Oft sieht man zuerst die dicken Rohre, in denen das warme Wasser irgendwohin fließt. Dann steigt Dampf auf und von nahem sehen die Teiche verwunschen aus.
Das Wetter war wechselhaft und ich meine es, wie ich es hier aufschreibe. Sonne und Regen wechselten im Minutentakt. Hier ein Vulkanrest in der Sonne, die Lava erkaltete zu schwarzen Tuffsteinbrocken. Sie sind ganz leicht und löchrig.
Die erste Station auf dem Goldenen Kreis war Gullfoss.
Der "Goldene Fall" rauscht über mehrere Kaskaden herab und verschwindet in einer schmalen Schlucht. Das Wasser rauscht ohrenbetäubend laut und ohne Regenjacke sollte man gar nicht hinuntergehen. Auf den Felsvorsprung nahe am Fall sind wir nicht gegangen, Mattis ist zu verliebt in Wasser.
Micha war auch glücklich. Nicht erst seit den Horseshoe Falls liebt er Wasserfälle. Weiter ging die Fahrt durch diese irre Mondlanschaft. Viele Straßen sind nur Schotterpisten -- daher zählen sie beim Autoverleih jedes Lackloch ganz genau.
An der nächsten Station hatte sich der Regen wieder verzogen. Trotzdem sind wir erstmal Mittagessen und dann hinüber zu den Geysiren gegangen. Es ist wirklich prima, dass Parken und Eintritte immer frei sind. Die Shops und Restaurants sind dafür recht teuer. Schon bevor man die Geysire sehen kann, riecht man sie und sieht die Erde brodeln.
Über bunte Erde geht man zum eigentlichen Geysir, der aber langsam einschläft und nur noch unregelmäßig ausbricht.
Überall dampft und blubbert es. Das Wasser ist bis zu 100 Grad heiß und Warnschilder weisen darauf hin. Immer wenn die Geysire ausbrechen, wird es feucht.
Der Strokkur, nicht weit weg vom Geysir, bricht alle paar Minuten aus. Am Rande der Absperrung stehen die Kamerleute und warten auf die Wasserfontäne. Während ich Mattis davon abgehalten habe, wie ein kleines Ei gekocht zu werden, hat Micha natürlich die besten Fotos geschossen.
Alle Wege sind matschig und nass. Mattis hatte auch hier keine Angst und musste ständig bewacht werden.
Man kann eine kleinere und eine große Runde gehen. Die Große führt noch auf einem Wanderweg zu einem dritten großen Geysir. Das haben wir uns wegen der unsicheren Wetterlage und aus Zeitmangel gespart. Zum Glück, denn so wurden wir noch auf einen Goldschatz hingewiesen -- am Fuße des Regenbogens und nahe eines Elfenhügels.
Kein Wunder, dfass man in dieser Umgebung an Feen und Trolle glaubt -- wie übrigens fast die Hälfte aller Isländer.
Weiter ging es auf dem Goldenen Kreis in Richtung Pingvellir -- dem wahrscheinlich ältesten Parlamentsplatz der Welt.
Vor der gigantischen Mauer des Mittelatlantischen Rückens, da wo eurasische und nordamerikanische Kontinentalplatte zusammenstoßen und Vulkane und Erdbeben entstehen -- vor dieser Kulisse hielten die isländischen Clans schon seit etwa 700 v.C. ihre jährlichen Ratsversammlungen ab.
Da sie keine Schrift hatten, wurden alle Gesetze und gefassten Beschlüsse vorgetragen. Erst als christliche Missionare Island aufsuchten, kam die Schrift. In Pingvellir fassten die Isländer auch den schicksalhaften Entschluss, nahezu geschlossen zum Christentum zu konvertieren. Sie garantierten jedoch den Anhängern der alten Kulte Straffreiheit, wenn sie ihre Religion im Privaten ausübten. Direkt an der Kontinentalmauer campierten die Häuptlinge und Clan-Oberhäupter in Holzbuden, von denen man Reste gefunden hat.
Und auch hier hatten wir großes Glück, denn die Sonne schien solange wir zu Fuß unterwegs waren. Vom Gesetzesfelsen aus schaut man in ein wunderschönes Tal mit kleinen Wasserläufen und grünen Wiesen -- man stelle sich vor, das sah schon vor 1000 Jahren so aus!
Und überall Wasser, Wasser, Wasser.
Und grün, grün, grün.
Dann schlossen sich langsam die Kreise: der Tag ging zu Ende und wir fuhren heimwärts. Am Morgen hatte keiner von uns daran gedacht, einen mp3-Player für die Kinder mitzunehmen. Das bereuten wir nun bitter. Natürlich wäre es schöner, sie würden den ganzen Tag aus dem Fenster auf die Lava-Felder und Vulkankegel schauen und fragen und denken --- aber so ein Kinderhirn braucht eben auch Abwechslung und die fehlte jetzt. Zum Glück waren wir dann bald daheim, wo das Theater vom Vorabend weiterging: Mattis wollte nicht in seinem Reisebettchen schlafen, die Kinder waren noch zu wach in amerikanischer Zeit und Micha und ich waren einfach fertig von allem und vor allem von den wunderbaren Eindrücken des heutigen Tages.
Multitasking heißt das Zauberwort, Rückkehr nach Deutschland über Urlaub in
Island, zwei Jahre Amerika und drittes Kind bekommen, das dann bei Heimkehr
kita-fähig ist -- und selbst im Kleinen sind wir die Meister der Effizienz: auf
der Reise von Hanover zum Flughafen in Boston haben wir gleich noch einen von
Moritz' sehnlichsten Wünschen erfüllt: wir sind mit dem Dartmouth Coach
gefahren. Der nahezu stündliche Bus von Hanover nach Boston oder New York ist
so oft an uns vorbeigefahren und nun saßen wir drin.
Als an den großen Fenstern die nun so vertrauten Häuser und Wälder
vorbeiflogen, war uns schon traurig zumute: zum letzten Mal am Green vorbei, am
Gym, am Coop... wer weiß, wann wir wiederkommen? Nach zweieinhalb Stunden kamen
wir auf dem Flughafen Boston an und konnten ohne Probleme einchecken. Der Flug
mit Iceland Air war wirklich gut, stressig, weil Mattis nicht schlafen wollte,
aber sehr komfortabel. Sehr spät in der Nacht kamen wir an mit allen Koffern.
Die Kinder waren noch so wach, dass sie nicht quengelten - und dann kam der
große Schreck: Mattis war weg. Er hatte sich mal wieder selbständig gemacht und
war schon bis fast zur Passkontrolle vorgedrungen, als wir noch auf seinen
Kinderwagen warteten. Da waren meine Nerven endgültig hinüber, ich wollte nur
noch ins Bett.
Im Gasthaus angekommen, bezogen wir unser kleines Zimmer, Dusche und Klo eine
Treppe tiefer, dafür billig. Im Sommer kommen so viele Touristen nach Island,
dass die Übernachtungspreise horrend sind. Dafür gabs ein okayes Frühstück und
wir wollten ja sowieso tagsüber unterwegs sein.
Den ersten Tag ging das erstmal kaum: wir hätten fast das Frühstück verpennt,
es regnete und alle waren knautschig. Mit ein paar Wikingergeschichten aus dem
Schatz unserer guten humanistischen Bildung konnten wir die Kinder zu einem
Spaziergang ans Meer überreden und das rauschte richtig wikingermäßig.
Mattis war sehr wehleidig und wollte alles und nichts. Moritz und Lotti zeigten
sich interessiert und überrascht, dass sie mit ihrer so begeistert erworbenen
Lesekompetenz hier überhaupt nicht weiterkamen.
Kevlavik, der Ort am Flughafen, wo wir wohnten, ist nicht besonders aufregend.
Dafür fahren die Busse kostenlos und so machten wir eine kleine Stadtrundfahrt
und sobald die kleinen Beine nicht mehr laufen musste, war Energie für Faxen
da.
Immer noch im Regen kamen wir in einen Supermarkt. Für trockenen Fisch oder
sonst eine landestypische Spezialität fühlten wir uns noch zu schwach. Also
nahmen wir ein Brathähnchen mit und ließen es uns in der Gemeinschaftsküche
schmecken.
Dann zogen wir uns wieder in unser Zimmerchen zurück und probierten die
Fernsehprogramme durch. Obwohl es später wurde, war keiner richtig müde, nur
erschöpft und der Jetlag machte uns allen zu schaffen.
Am nächsten Tag hatten wir das Auto, da sollte es besser werden.