Das war wieder ein Wochenende, wie man es sich nicht besser wünschen kann: bestes Wetter, gute Freunde, draußen spielen, Sport, Kinderlachen... Aber von Anfang. Schon Freitag abend war herrlich, als wir zu unseren guten englischen Freunden eingeladen waren. Zuerst zeigte uns Elise einen eindrucksvollen Eiszapfen, den sie von ihrem Dach abgebrochen hat.
Während die Kinder einträchtig im Schnee buddelten, machten wir einen kleinen Spaziergang. Abends kochte David für uns alle. Am besten sind aber immer die "Jugendgeschichten" und wenn wir dann die Musik miteinander teilen, die wir "damals" so gern gehört haben oder auch jetzt. Elise ist großer Peter-Fox-Fan geworden und wir bewundern ihre Künste am Klavier oder an der Gitarre und ihre Textsicherheit. Wir haben diesmal Mr. Review-Ska eingeführt und getanzt -- zu schnell für die Kamera.
Mattis fühlte sich auch sehr wohl, vor allem, als er die Schüssel mit den kalten Nudeln beackern durfte.
Sonnabend schien die Sonne ganz wunderbar und weil es erst noch zu kalt war, um draußen zu spielen (-20 Grad), fuhren wir in die Gegend und mussten uns mal wieder wundern, wie schön es hier doch ist -- Blick auf den zugefrorenen Connecticut-River.
Dann bastelten wir an unserem Schneeschloß weiter. Micha hatte große Computer-Kartons mitgebracht, die wir als "Ziegelformen" benutzen wollten, um noch ein Tor anzubauen. Das klappte nicht so gut, denn es war einfach zu kalt und er Schnee zu pulverig.
Nachmittags ging es zu unseren schwedischen Freunden Hakan und Sophie nach Plainfield. Die Landschaft drumherum ist einfach herrlich, obwohl es hier auch Schneemobil-Loipen gibt. Wir spazierten bei strahlendem Sonnenschein übers schneebeglänzte Feld, das noch nie zuvor ein Mensch betreten hatte.
Danach gab es heiße Schokolade schwedischer Art mit Kakao und Zucker und selbstgebackene Scones, Hakan ist ein Koch-und-Back-Gott.
Nach einer eisigen Nacht mit -30 Grad knallte schon um neun wieder die Sonne. Das macht die niedrigen Temperaturen und den langen Winter hier so erträglich: es scheint fast immer die Sonne und die Kälte ist so trocken, dass man bei -15 Grad locker Eislaufen gehen kann. Und das haben wir Sontag Morgen getan. Da bieten die Eishockey-Damen des Colleges kostenlose Eislauf-Lehrgänge an. Eine gute Gelegenheit, mal ohne Mattis, dem immer so schnell kalt und langweilig ist, zum Occom Pond zu fahren. Und tatsächlich, mit Expertentipps und Hilfsmitteln machten die Kinder riesige Fortschritte.
Moritz erklärtes Ziel ist es, Eishockey spielen zu lernen und umso mehr freute er sich, dss die Mädels seine Fortschritte mit kostenlosen Eintrittskarten für ihr nächstes Spiel belohnten! Die Skates habe ich gebraucht und sehr billig erstanden. Sticks und Puck lagen herum und los gings, zumindest ein paar Minuten lang.
Dann waren beide so oft auf dem Po gelandet, dass es Zeit war für Stories und Hot Chocolate. Denn auch heute konnten die Kinder sich oben im College-Club am Teich in ausgelegte Schlafsäcke kuscheln und es wurde vorgelesen und sich aufgewärmt.
Draußen am Feuer haben wir uns noch schnell Marshmellows geröstet und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir diese ur-amerikanische Gemütlichkeits-Süßigkeit (mit unserem "Speck" vergleichbar) auch am Feuer geröstet einfach nicht leiden können. Viel zu süß...
Erstmal ausgeruht und dann gings nochmal raus und diesmal hat es viel besser funktioniert, Schneeblöcke zu zaubern. Aber da wars auf einmal zu dunkel, um Fotos zu machen und schon war das Wochenende wieder vorbei. Jetzt ist es 19:40 Uhr und alles schläft, einsam bloggt noch die Karo und hofft, dass es eine ebenso schöne Woche wird.

