Nachts sind es jetzt schon -14 Grad und der Schnee liegt fast einen Meter hoch. Oben drauf ist er hart und harsch. Weil es aber so kalt ist, kleben die Schneekristalle nicht zusammen und er ist pulverig und glitzert ganz wunderbar. Nur einen Schneemann kann man damit nicht wirklich bauen -- außer man ist entsprechend ausgerüstet.
Natürlich überlässt Micha nichts dem Zufall und weil eine Grundidee Amerikas darin besteht, sich alles so einfach wie möglich zu machen, gibt es natürlich auch Building-a-Snowman-Hilfsmittel. Eines davon wurde zusammen mit Schlitten, Schippen und Schneebausteinformen gekauft und half nun dabei, unseren Schneemann zu errichten. Es ist eine starke grüne Plastefolie, die hingestellt eine Form für den Schnee abgibt und ihn zusammenhält. Allerdings ersetzt sie natürlich nicht die fleißigen Schipper und Schlepper.
Nach wenigen Minuten sahen alle ein bißchen wie Schneemänner aus -- speziell unser kleiner Schneemann hatte mit seiner Schneeschippe im Schnee richtig viel Spaß.
Nach einer halben Stunde mussten noch Steine und Stöckchen und Hut für den Schneemann gesucht werden, der jetzt vor unserem Haus Wache steht und die Straße hinabschaut. Das gesamte Kollektiv war sehr zufrieden mit seiner schweren Arbeit und konnte nun abrücken, um sich in der Badewanne aufzuwärmen. Mal sehen, wie lange unser Schneemann steht -- schon einen Tag später war sein schöner Topf-Hut komplett zugeschneit.
Was wir zu dieser Stunde nicht wussten: auf diesem Bild sind nicht nur dick eingepackte Schneemannerbauer zu sehen, sondern auch ein frischgebackener Onkel, eine Cousine und ein Cousin, während eine neue Tante das Foto machte! Wir haben nämlich Nachwuchs bekommen -- in Deutschland wurde uns ein Kind geboren, eine Nichte -- am 12.12.2009 und sie heißt Lina-Marie. Möge sie so schön werden wie die Mutter und so schlau wie der Vater oder umgekehrt, beides ist prima.

