Dieses Jahr haben wir bis zuletzt gebangt, ob wir überhaupt raus können und Eier suchen, denn der Frühling will immer noch nicht so richtig kommen. Außerdem geht es einigen von uns nicht sehr gut. Unser Lottchen kämpft mit einem Infekt, der es sehr müde macht und manchmal fiebrig. Außerdem bekommt sie einen großen neuen Backenzahn, der drückt. Mattis dagegen zahnt auch wie verrückt und sein Mund ist feuerrot. Die Nächte sind fürchterlich und der kleine Sonnenschein ist oft nicht wiederzuerkennen mit seiner schlechten Laune und geringem Appetit. Doch am Ostersonntag schien endlich mal die Sonne und der Osterhase traute sich hinaus -- und musste dem Moritz helfen.
Überall hinterließ er Spuren aus Schokoeiern und suchte wegen der nassen Wiese auch mal ungewöhnliche Verstecke in Bäumen raus, nicht so einfache wie letztes Jahr Nee, da nicht...
Der kleine Hasen-Mattis bekam einen kleinen Fußball, in der Hoffnung, dass er Moritz' Ball nun in Ruhe lässt. Er fand auch ein paar Glitzereier und musste mit Mühe zurückgehalten werden, sie mit Verpackung zu schlucken.
Mehrmals mussten die Egg-Hunter das Haus umrunden, Charlotte deutete schließlich nur noch auf die vielen kleinen Schokoeier, die überall herumlagen.
Am Ende hatte Lotti ein Pferdemalbuch und ein Lesebuch und Moritz ein Star-Wars-Mini-Lexikon und Fußballhosen gefunden -- alles Geschenke mit Bedeutung, denn Moritz darf im Juni wieder zum Fußballtraining und Charlotte freut sich schon auf Reiterferien in den Herbstferien.
Da der Osterhase diesmal leider am Eierausblasen gescheitert ist, haben wir nur welche gefärbt und die sind schon fast aufgegessen. Am Nachmittag kam dann der Elternhöhepunkt: das erste BBQ der Saison. Es gab für jeden etwas und auch Zahner Mattis fand sein Abendessen, das Einzige, was ihm anscheinend nicht weh tat. Brownies...
So lecker und schön das war, hatte es doch einen freudigen und einen traurigen Anlass. Unser Kumpel Ollie feierte seinen vierten Geburtstag, aber unsere lieben Freunde David und Elise werden mit Ollie und Thomas Anfang Mai schon nach Großbritannien zurückkehren.
David hat einen tollen Job an einer Uni in Nordengland angeboten bekommen und so ziehen sie wieder heim zur Familie. Das ist schön für sie, aber traurig für uns. Auch wenn uns die Heimkehr nach Deutschland dadurch etwas leichter fällt, ist es doch schwer vorstellbar, sie nicht mehr bei uns zu haben. Micha jedenfalls freute sich sehr, wieder mal am Grill zu stehen, hier mit Greg, einem Freund.
Die Halchenkos kamen gut erholt aus Washington zurück, Yulia noch schöner und Yarik noch entspannter, auch als Micha den Kampf ums Beef eröffnete.
Yarik erzählte auch die Legende, wie er und seine Studienkollegen darauf kamen, Fleisch in gewürzter Mayonnaise einzulegen: sie waren Männer, hatten Fleisch und keiner konnte kochen. Dabei entdeckten sie ganz zufällig, dass das Fleisch durch die Mayonnaise sehr zart bleibt. Wir machen das jetzt auch gern so, einfach Schweinefleisch in Mayo wälzen, gewürzt mit Paprika und Salz und was so schmeckt. Mattis wollte aber kein Fleisch kosten, er war zufrieden mit dem Schokoladenkuchen... und dann hatte er Durst.
Und auch noch amerikanisches Bier... Naja, er muss noch viel lernen, der kleine Osterhase.

