Das Meer hat es ihm ja angetan -- reinrennen und sich nass spritzen lassen, laut herumkrietschen und schreien und Muscheln finden und manchmal auch von einer Welle überlistet werden, das alles mag unser Moritz, seitdem er im letzten Sommer einen Anfängerschwimmkurs mitgemacht hat. Da wir selten die Möglichkeit haben, schwimmen zu gehen, ganz einfach, weil es unheimlich teuer ist, habe ich ihn für die Frühlingsferien in einen weiteren Schwimmkurs eingeschrieben.
Hier ging es schon darum, erste Schwimmbewegungen zu lernen und die Scheu vorm tiefen Wasser zu verlieren. Nach vier Mal einer halben Stunde konnte er natürlich noch nicht schwimmen.
Aber es hat ihm großen Spaß und vor allem keine Angst mehr gemacht. Und darum gings. Lotti war während der Woche eine große Hilfe, die immer dann auf Mattis aufgepasst hat, wenn ich Moritz beim Umziehen und Duschen geholfen habe. Ansonsten hat sie fleißig gelesen, um ihre Inhaltsangabe eines Buches für die Englischlehrerin fertig zu schreiben.
Mattis ist immer noch sehr einfach glücklich zu machen, man lässt ihn laufen und das tut er mit viel Hingabe.
In der letzten Schwimmstunde durften die Kinder vom Sprungbrett ins Wasser hüpfen. Soweit ging der vorsichtige Moritz dann aber doch nicht, stellte sich daneben und gab altkluge Kommentare ab.
In den Sommerferien dann wird er mit seinen Grizzly-Freunden schwimmen lernen, denn der Kindergarten bietet Schwimmmstunden an. Da muss er sich aber ranhalten, damit er Ende Juli schwimmen kann.

