Live free or die, Meiner!

Stimmen aus der Wildnis

Besser spät als nimmer, könnte man sagen. Wir haben Moritz Party von September auf November verschoben und das gleich aus verschiedenen Gründen. Als er im September in eine neue KiTa-Gruppe und dazu noch in eine neue Schulklasse kam, kannte er verständlicherweise kaum Kinder und wollte nur zwei einladen. Und Mattis war einfach auch noch zwei Monate jünger und kannte noch keinen regelmäßigen Mittagsschlaf. Beides hat sich geändert und so hat Moritz seine vier allerbesten Freunde eingeladen und wir haben eine Fußball-Bastel-Feier veranstaltet.

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Nach dem Kuchenessen hatten alle dermaßen viel Energie, dass wir sie raus gejagt haben. Der ruhmreiche Micha nahm es in den ersten zwanzig Minuten allein gegen die vier Renner auf und erzielte immerhin zwei Tore. Wenn er hätte foulen dürfen, wären es sicher mehr geworden, aber so schwirrten die Kurzen nur so zwischen seinen langen Beinen umher und trafen und trafen. Könnte auch daran gelegen haben, dass Michas Tor schätzungsweise zwanzig Meter breit war, während die Breite des Kindertores spontan je nach Einfallswinkel des Balles auf ein bis 1,50 m festgelegt wurde.

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Wir hatten diesmal die glorreiche Idee, die Kinder statt Geschenken ihre Lieblingsbastelei mitbringen zu lassen. Es macht echt Spaß, am großen Tisch zu sitzen und gemeinsam zu basteln, viel besser, als die Liste Eierlauf-Würstchenschnappen-BlindeKuh abzuarbeiten (obwohl ich da schöne Erinnerungen dran habe...).

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So haben wir Papierflugzeuge gefaltet -- aber nicht irgendwelche, sondern das Ninja, Spy-Plane und den Hammer! Und total cool sind auch die Shrinky Dings -- da schneidet und malt man Plastikschablonen aus, die kommen kurz in den Herd und schrumpfen und verdicken sich und man bekommt kleine Anhänger, die halten.

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Knete haben wir nicht mehr geschafft, aber der Winter wird lang. Zu unserem großen Glück blieb Elise bei uns und half wo sie konnte, vor allem, als Mattis ungeduldig wurde, weil er nicht auch in Bergen von Papier- und Plastikschnipseln herumwühlen durfte.

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Die letzte halbe Stunde lief dann ab wie seit Generationen von Kindergeburtstagen: die Kinder zerlegen das Haus und die Eltern verstecken sich mit den Pizza-Resten und harren ihrer Erlösung durch andere Eltern. Am Abend mussten wir nur noch unsere teilweise Taubheit auskurieren und durften dabei Moritz Erläuterungen über seine Party lauschen, die er schlafend aus seinem Bett herausposaunte. Happy Birthday.

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