Hach, es gäbe da so viel zu berichten, aber Kinderkunst hat neben ihrer Originalität und Kreativität noch ein entscheidendes Merkmal: sie ist sehr flüchtig. Eben noch entsteht das bunteste Unterwasserbild und gleich darauf verwandelt es sich in ein Flugzeug und ist weggeflogen. Charlotte entwickelt neben ihrer Malkunst ja vor allem Textminiaturen, die in ihrer Aussage sehr treffend sind, wie ihren Klo-Plan. Hier das Schild am Kinderzimmer (Vorsicht schreiende Kinder! Machen dich doof oder krank!):
Und das am Elternschlafzimmer:
Noch eine Installation, die allerdings einige Tage Bestand hatte und Micha zur Weißglut brachte, "schwebt" der Lego-Kopf doch über einem großen Heizungsgitter im Boden. Doch diese Gefahrendimension gehörte wohl mit zum Kunstwerk und sollte zeigen, wie vergänglich sie sind und wie bedroht durch ihre Schöpfer, die Menschen.
Moritz dagegen hat sich auf Unterwasserbilder und Flugzeugbilder spezialisiert. Er malt riesige Wasserflächen und erst dann Fische und Pflanzen, die dann kaum zu sehen sind. Seine Flugzeuge heben von der beleuchteten Landebahn ab. Im Kindergarten hat er mit Regenbogenfarben experimentiert und sein Bild wurde sogar in der Stadtbibliothek ausgestellt.
Basteltechnisch spezialisiert er sich gerade auf Laserschwerter, wobei es ihm besonders wichtig ist, dass diese nicht schon im ersten Kampf abknicken. Außerdem für alle Fans von Moritz Faltkunst, hier die Anleitung zu seinem gefürchteten und pfeilschnellen Nakamura-Lock-Flieger:

