Das Wochenende stand ganz im Zeichen eines Mega-"Sleepovers": Charlotte durfte drei ihrer besten Freundinnen zum Übernachten einladen, mit allem Drum und Dran: Tanzalarm, Pizza-Abendbrot, Mädchen-Movie und Auswärts-Frühstück.
Wir hatten schon für halb Vier eingeladen, in der Hoffnung, dass sie dann abends nicht so lange aufbleiben würden. Moritz hatte freundlicherweise Zimmer und Bett geräumt und ist "zu seiner Mama zurückgezogen". Eine große Leistung, wenn man bedenkt, dass Lotti und Moritz sonst immer miteinander spielen am Wochenende. Dieses Wochenende langweilte er sich natürlich, war aber zum Glück zu einer Geburtstagsfeier eingeladen und spazierte mit mir am Nachmittag noch durch die Stadt. Die Pizza am Abend schmeckte ihm aber auch, aber der Film, den die Mädels ausgesucht hatten, war ihm wieder zu langweilig, also ging er von allein ins Bett.
Bei den etwas dramatischen Momenten des Films schwankte die Stimmung und die schon müden Mädels dachten ein wenig wehmütig an ihre Eltern, die ihrer Meinung nach traurig zu Hause saßen, sich aber heimlich ins Kino oder ins Restaurant aufgemacht hatten und ihren freien Abend genossen. Eine Kleine bekam dann doch noch "Bauchschmerzen" und musste abgeholt werden. Als ich dann vorschlug, dass sie am Morgen einfach wiederkommen sollte, waren die Bauchschmerzen schon nicht mehr ganz so schlimm. Und nach all dem Spielen, Schminken und Tanzen war um zehn dann wirklich Ruhe im Mädchenzimmer. Früh um 7 wars damit vorbei und etwas später ging es aufgehübscht zu Lou's.
Lou's Restaurant soll das beste Frühstück der Stadt anbieten. Und tatsächlich standen wir erstmal in einer Schlange um einen freien Tisch (Sie werden platziert!). Zeit genug, die Kuchentheke zu begutachten.
Die Frühstückskarte ist wirklich beachtlich und man sitzt wie in einem echten Diner: schwarz-weißer Fußboden, kunstlederbezogene Bänke und Stühle, kaffee-nachschenkende Kellnerinnen in Schürzen. Das Essen selbst ist eben amerikanisch und ich mag's immer noch nicht so gern, leider, denn die Blueberry-Pancakes rochen lecker, waren aber wieder sooo fettig. Wie gut, dass die girls so schick waren.
Um elf Uhr wurden dann alle von ihren Mamas abgeholt und verabschiedeten sich tränenreich. Packten Kuschelkissen, CD-Player, Schminkkoffer und Stofftiere ein und gähnten schon, als sie im Auto saßen. Und wir verbrachten einen wirklich ruhigen Nachmittag.

