Live free or die, Meiner!

Stimmen aus der Wildnis

An diesem Wochenende hatte ich den Eindruck, dass wir hier wirklich angekommen sind. Micha ist ja Freitag morgen losgefahren. Ich hatte mich schon auf ein stressiges Wochenende mit drei Kindern eingerichtet und dann kamen von überall her ganz herzliche Angebote. Schon am Freitag waren wir zum Abendessen bei Elise und David eingeladen. Es gab kinderfreundliche und erwachsenenkompatible Bolognese, sehr lecker und dann ein echtes Erwachsenengespräch, das eine Single-Mom ja sehr hoch schätzt. Wir sprachen über Dänemark, Geld und Facebook -- alles Dinge, die nur auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Satt und müde kamen wir daheim an und ich musste die Bagage nur ins Bett bringen. Samstag morgen wurde Moritz von seinem Kumpel Liam und dessen Mutter zum Fußball abgeholt, damit ich nicht fahren brauchte. Dann bekam ich einen Anruf von der Mutter von Moritz Kumpel Ben, die fragte, ob Moritz gleich zu ihnen zum Spielen und Essen kommen könnte.

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So haben wir ihn erst nach dem Mittag abgeholt -- Ben und Moritz hatten eine prima Zeit. Bei herrlichem Sonnenschein spazierten wir durch Hanover und wurden eines Football-Spiels gewahr. Dartmouth gegen Brown University -- vor dem Stadion trafen wir einen Bekannten, der uns gleich kostenlos einließ. Auf der Familientribüne war nicht so viel los, also sind wir in den Studentenblock und da war es lustig. Aber kapiert haben wir das Spiel irgendwie nicht...

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Danach sind wir nach Hause, haben schnell Charlottes Sachen eingepackt, denn sie hatte eine Einladung zum "sleepover". Wir fuhren nach Norwich zu Andy, Becky und den Kindern Olivia und Milo und bekamen ein herrliches Abendbrot aus selbstgemachter Pizza -- inklusive Showeinlage von Pizzabäcker Andy. Er hatte übrigens mal eine Freundin im Erzgebirge, wir haben ihn dann zum Rouladen-essen eingeladen und er sogleich von Würstchen und Klößen erzählt.

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Die Jungs und ich machten uns irgendwann auf den Heimweg und wir schliefen alle im großen Bett, damit keiner alleine sein musste.

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Sonntag kam Charlotte wieder und wir haben einen sehr ruhigen und entspannten Tag in der Bibliothek und in der Sonne verbracht. Zu Hause mussten natürlich alle Bücher gleich vorgelesen werden und Moritz lässt sich nun gern von Lotti vorlesen, weil sie es wirklich gut kann, egal ob Englisch oder Deutsch.

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So viele sich kümmernde Freunde, das wärmt einem das Herz und macht die Sehnsucht erträglicher. Sind ja nur noch vier Tage bis Micha wiederkommt.

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