Live free or die, Meiner!

Stimmen aus der Wildnis

Alles begann wie immer: wir sind gerade pünktlich weggekommen und haben Lotti beim Pferdereiten abgeliefert. Moritz, Mattis und ich hatten nun noch eine Stunde Zeit, bis Lottis Vorführung beginnen sollte. Gerade als wir uns langweilen wollten, füllte Mattis seine Windel bis zum Nacken, übrigens zum zweiten Mal an diesem Morgen. Also jagten wir zurück, um frische Sachen für ihn zu holen und hetzten zurückzu einen A8 vor uns her, um noch zurecht zu kommen. Doch der Stress war schnell vergessen, als wir unsere Lotti auf ihrem Pferdchen sitzen sahen.

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Strahlt da nicht das Glück aus diesem Kindergesicht? Pferdeprinzessin Lotti zeigte uns, was sie in der einen Woche Intensiv-Unterricht alles gelernt hatte.

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Sie kam ja nicht als totale Anfängerin an. Doch bisher war sie nur auf Satteldecke und an der Longe geritten. Diesmal saß sie allein im Sattel, mit Steigbügeln und vor allem mit Zügeln in der Hand.

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Sie steuerte das Tier selbständig im Schritt, auch über Hindernisse hinweg.

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Das ist eine wirklich gute Leistung, denn das Pferd lässt sich von ihr führen. Auch Leichttraben ging viel besser, denn nun hat sie den Rhythmus raus, wie sie ihren Popo hochstemmt und wieder runterlässt.

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Alles in allem ist sie viel sicherer geworden, auch sicherer, dass sie auf jeden Fall mit dem Reiten weitermachen möchte. "Brickle" ist natürlich jetzt ihr Liebling.

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Inmitten unserer Freunde, die gleichzeitig ein gutes Publikum waren, ist Lotti nach der Stunde Vorführung immer noch selig. Keine Spur von Muskelkater wie noch letztes Jahr.

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Dann gabs noch eine Führung von Lotti über die Farm. Im Stall gibt es viele Schwalbennester mit Mini-Schwalben.

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Und draußen auf den Koppeln warteten viele Pferde und Ponys auf die mitgebrachen Karotten.

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Nun rollen die Ferientage abwärts und das Reiten war zweifellos der Höhepunkt. Zwar wird Lotti erstmal nicht weitermachen können, denn reiten ist hier wie in Deutschland einfach ungeheuer teuer. Aber das ist unser großer Trumpf, wenn wir wieder nach Deutschland zurückkehren. Dort darf sie wieder reiten und auch in die Pferdeferien fahren, das wird ihr den Abschied von Amerika hoffentlich erleichtern. So wie es aussieht, wird es Lotti nämlich am schwersten haben, Good-bye zu sagen. Sie hat hier so viele Freunde gefunden, geht in eine so gute Schule und hat viele schöne Erlebnisse jeden Tag. Und so soll es ja auch sein.

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