Live free or die, Meiner!

Stimmen aus der Wildnis

Nach langer Zeit hat uns jetzt mal wieder ein Magen-Darm-Virus erwischt. Der kam von dem netten Jungen, der mit Mattis seine Chips teilte und dessen Mutter ihn sehr aufgeregt wegzog, um mir dann zu sagen, ihr Sohn hätte einen "stomach bug" gehabt. Jedenfalls erbrach sich Mattis ein bißchen in sein Bettchen und wir hofften noch, es würde dabei bleiben, das war Sonnabend Nacht. Sonntag Nacht brach es über uns herein, das heißt Charlotte übergab sich von ihrem Hochbett (!) aus auf den Boden, die Wände, Jalousie ihres Kinderzimmers. Immerhin schaffte sie es, kaum ihr Bett zu treffen und ich schaffte es, noch schnell den Teppich wegzuziehen. Ich brachte das wimmernde, zuckende Kind im Badezimmer vor der Kloschüssel unter und holte den müden Iggy aus seinem Bett. Micha erinnerte sich derweil alter Fähigkeiten, trottete schicksalsergeben in die Küche und holte Gummihandschuhe, Papiertücher und Mülleimer.

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So sah das Kinderzimmer nach der Schlacht aus. Ich baute ein Notlazarett im Schlafzimmer auf, selbst in einem dann sauberen Kinderzimmer war es bei dem Gestank nicht auszuhalten. Am schlimmsten ist ja immer, dass man schon während des Säuberns weiß, dass es einen wohl selbst erwischt, aber zumindest alle anderen Kurzen.

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Nach einer Stunde Putzen lagen wir alle wieder. Mein Mutter-Ohr horchte gespannt auf Moritz' Schlaflaute, denn es war nahezu klar, dass er der Nächste sein würde. Ein kurzes Aufstoßen und schon hatte ich Moritz aus seinem Bett und über einen alten, großen Topf gezerrt. Dieses Mal ging es glimpflich ab und Micha musste nicht wieder putzen. Montag morgen war ich dann an der Reihe und verbrachte nahezu den ganzen Tag im Bett. Jetzt fehlt nur noch Micha... aber der wehrt sich tapfer mit einer Prophylaxe aus Wodka, Chilikäse und Kaffee.

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