Herbstfarben sind ja immer besonders schön, aber es geht wohl nichts über das Orange eines reifen Kürbisses. Wir hier im ländlichen New Hampshire, gleich an der Grenze zum noch ländlicheren Vermont könnten momentan jedes Wochenende auf ein Pumpkin-Festival fahren.
Und obwohl es mittlerweile empfindlich kalt ist mit 3 - 7 Grad tagsüber, haben wir am Wochenende die Cedar Farm "drüben" in Vermont besucht. Die Farmen hier scheinen alle von langhaarigen, graubärtigen Hippies betrieben zu werden (zumindest war keiner rasiert, was Micha sehr zusagte). Sie bauen alles mögliche Gemüse und Kräuter an, diese hier hat sogar Rosenkohl, der hierzulande nahezu unbekannt ist. Gleich zu Beginn ging es aufs Kürbisfeld, um den schönsten aller Kugelkürbisse für uns zu finden.
Der soll zur Halloween-Maske umgestaltet werden, hier hat jeder Kürbisse vor der Tür stehen. Allerdings gibt es einen riesigen, für uns kaum unsichtbaren und schon gar nicht aussprechbaren Unterschied zum "Squash". Der "Pumpkin" ist rund und orange, der "Squash" ist auch ein Kürbis, aber länglich und hell -- zumindest vermute ich, dass dies der Unterschied ist. Die grobe deutsche Sprache kennt einfach kein anderes Wort für Kürbis.
Jedenfalls gab es leckeres "organisches" -- also Bio-Essen, Vermonter Würstchen und Käse und die Crunchy Western Boys spielten auf mit einer Mischung aus Blue Grass und Country Musik.
Nebenher haben die Kinder kleine Kürbisse bemalt. Schließlich konnten wir noch Kutsche fahren, Hühner anschauen und auf alle Traktoren klettern, die hier Dienst tun.
Und Moritz ist wochentags mit seinem Kindergarten gleich nochmal hingefahren. Jedes Kind bekam einen Kürbis geschenkt und wir wissen jetzt echt nicht mehr, wohin mit dem Zeug!

