Einige von Euch haben schon eine Kostprobe amerikanischer Karten-Manie erhalten. Denn hier gibt es für alles eine Karte -- Bitte, Danke, Geburtstag, Weihnachten, Ostern, Liebe, Feste, Neffenbeschneidung, Nichtentaufe usw. usf.
Nun ist bald St. Patricks Day -- ein Feiertag irischer Abstammung und tatsächlich gibt es hier ja viele Iren, die das oft und gerne betonen. Also basteln die Kinder grüne Kleeblätter im Kindergarten und die Regale sind voller Karten.
Am besten gefallen mir aber momentan "Secretaries-Day" oder Kollegen-Danksagungskarten. Wer seinen Arbeitskameraden also mal so richtig Dankeschön sagen will -- zum Beispiel, weil sie einem die Essenkarte für Sodexho leihen, weil sie mit einem in der Kaffeeküche rumstehen oder aufm Eis-Balkon solidarisch mitrauchen, weil sie Kassetten in den Schnitt nachtragen, weil sie einen nach dem Dreh noch nach Hause bringen oder die Schreibblockade beim Beitrag gelöst haben, weil sie Blogs lesen und Emails schreiben ODER weil sie beim Programmieren helfen, weil sie im Hirn-Bild noch was anderes Cooles entdeckt haben, weil sie Milch für den Espresso mitbringen, weil sie einen bei Regen nach Hause fahren und den eigenen Werkzeugpark öffnen -- alles Super-Gründe, mal eine Karte zu schreiben!!
Ein Hoch auf die Kollegen! Auf die Iren! Auf die Glückwunschkarten!
PS: und wie geübt die amerikanische Post im Zustellen von Karten ist, zeigt ein aktuelles Beispiel: ich selbst habe -- natürlich aus wissenschaftlichen Gründen -- eine Geburtstagskarte nur mit dem Adressfragment Oma Hanke, Falkenberg/Elster, USA losgeschickt und siehe: die Karte kam mit nur drei Wochen Verspätung bei der richtigen Oma im richtigen Falkenberg in Deutschland (!) an.

