Freitag ist Halloween -- zumindest in der Schule und im Kindergarten. Ich habe in Moritz Klasse geholfen. An Unterricht war kaum zu denken. Um halb zehn haben sich alle verkleidet, zur großen Halloween-Parade.
Moritz ist als Ritter gegangen, wenn auch ohne Schwert, denn Kostüme mit Waffen waren nicht erlaubt. Es liefen viele Prinzessinen, Roboter, Bienen und Clowns herum, viele waren aber auch gruselig verkleidet. Erst wurde noch eine Halloween-Geschichte vorgelesen. Es ging darum, dass an Halloween alles nur aus Spaß geschieht. Selbst amerikanischen Kindern liegt es nicht in den Genen, sich gerne zu gruseln.
Moritz war sehr aufgeregt und hatte richtig Spaß, ganz das Gegenteil zum letzten Jahr, wo er eher zurückhaltend war.
Nach der großen Parade durch die Turnhalle ging es zurück zum Basteln. Wir haben Servietten-Geister gemacht und Gummihandschuhe mit Popcorn in Gruselhände verwandelt.
Knäckebrot und Karotte blieben heute in der Brotbüchse, denn natürlich gab es Grusel-Snack mit den hier typischen Cupcakes, aus denen man wirklich alles zaubern kann.
Die ganze Schule war verkleidet, aber auf eine freundliche, lustige Art. In der Küche kochten Hexen das Mittagessen.
Charlottes Halloween startet nach dem Mittagessen. Die Kinder wollen ein großes Halloween-Bild aus getrockneten Blättern und Gras und Papier basteln. Zum ersten Mal passt das leider nicht in Mattis Stundenplan, denn da hält er seinen Mittagsschlaf. Und den hat er nach der Parade wirklich nötig, unser kleiner Pumpkin.

