Moritz und seine Klasse haben Hühnereier ausgebrütet, als Teil eines naturwissenschaftlichen Projektes über Lebenszyklen.
Die befruchteten Eier haben sie von einem Bauernhof hier in der Nähe. Alle ersten Klassen haben ihren eigenen Brutkasten gehabt, haben sich mit dem Aufbau des Hühnereis beschäftigt und exakt 21 Tage lang jeden Tag über Eier gesprochen.
Ich wusste wirklich nicht, dass es so viele Bilder- und Geschichtenbücher über Eier gibt. Die Kinder sind sehr aufgeregt und stolz, denn nun sind die Küken endlich geschlüpft.
Sie lassen niemanden die Küken anfassen und warnen vor der großen, roten Wärmelampe. Ich als Paparazzi habe mich morgens vor der Schulstunde mit Moritz reingeschlichen.
Die Hühnchen bleiben noch einige Tage in den Klassenzimmern und dann kommen sie zu einem von Moritz' Klassenkameraden, dessen Eltern schon immer ihre eigenen Hühner haben wollten. Moritz redet jedenfalls nur noch von Hühnern und Eiern, glücklicherweise weiß er auch, dass in unseren Kühlschrankeiern keine Küken drin sind -- das haben die Lehrer gleich zu Anfang geklärt.

