Rabattmarken oder -- international -- Coupons sind dem Amerikaner sein Alles beim Einkaufen. Oft steht man ewig an der Kasse an, weil die Dame vor einem ein dickes Coupon-Heft aus der Tasche zieht und kleine Zettel herausreißt und dann auch noch mit Papier-Check bezahlen muss. Dabei kann man mit Coupons wirklich sparen. In den Wochenendbeilagen der Zeitungen gibt es sie seitenweise und mit einer entsprechenden Karte zieht man schon am Eingang des Supermarktes einen Bogen Coupons aus dem Automaten, um zu sehen, wo man heute so sparen kann.
Wir machen ja hier jeden Sch... mit und so berstet meine Börse vor bunten Karten und Coupons. Immer wieder überraschend ist, wenn ich aus der Cornflakes-Packung einen Waschmittel-Rabatt hervorhole. Manchmal hängen auch kleine Abreiss-Blöcke an den Regalen -- so erhalte ich das nächste halbe Jahr lang, mindestens, die Knäckebrotpackungen um die Hälfte billiger. Die Amis essen das sowieso nicht und so habe ich die meisten der Ende 2011 verfallenden Coupons mitgenommen. Eine Sparaktion mag ich aber besonders: wenn ich bei unserem "Preis-Zerhacker" einkaufen gehe, schenkt man mir dort für jede ausgegebenen 50 Dollar 10 Cent Rabatt auf eine Gallone Benzin (ca. 4 l Sprit). Obwohl unser Meiner-Mobil eines dieser spritfressenden amerikanischen Monster-Autos ist, haben wir es geschafft, mit sparsamer Fahrweise und gelegentlichem LAUFEN, unseren Benzinverbrauch zu minimieren, was bedeutet, ich brauche nur etwa aller 2 bis 3 Wochen zu tanken.
Da ich im Schnitt an die 200 Dollar pro Lebensmittel- und Windeleinkauf ausgebe, kommen da jedes Mal so 60 Cent Rabatt beim Tanken heraus. Bei einem Gallonenpreis von etwa 2,70 $ momentan, lohnt sich das schon. Dieses Mal habe ich es jedoch getoppt: Ich habe mehr als 10 Gallonen Sprit für 1,15 $ bekommen.
Okay, ich habe das letzte Mal woanders getankt und, ja, an den Geburtstagen haben wir gut gegessen und getrunken... Hat sich also summiert, aber trotzdem: crazy ge-savt, oder? Und das denken sich immer mehr Amerikaner! Sie denken jetzt sogar vor dem Shoppen darüber nach, was sie sich eigentlich leisten können und lassen die Kreditkarte immer öfter zu Hause -- raus aus dem Kreditkartenwahn.

