BBQ has a very strong tradition in the US and it just fits our German meat
love. First we reanimated the bacon-breakfast we used to have almost every
weekend.
Then Michael was looking for the best grill almost since the day we arrived. He
made his mind about the advantages and disadvantages of coal and gas grills.
You all know it is mostly a philosophical question but for me not of
importance. So Michael was in charge and decided to invest the money.
Now we are proud owners of a gas grill and only its appearance on our balcony
makes Michael very happy. So we tried all the great receipes we used in the US
-- pork chops Ukrainian style, burgers American style and honey-mustard chicken
Michael´s style -- and it tastes just fine.
Since we also learned that having a BBQ is double the fun with friends we
invited some of our oldest. Sebastian was Michael´s classmate and is now a
great cocktail mixer beside his job as an expert in economic sciences.
He, his lovely spouse Annett who is a successfull bio-chemist and daughter
Johanna visited us just four weeks before we moved back to Germany and live now
only some blocks away. Together we really enjoyed fine burgers the way we
learnt to make them in the US.
Anyway, Michael is very keen on grilling every weekend now. But good beef is
almost not affordable in Germany so there are still things we miss even if we
now own a great American grill.
... heißt ein Lied, das schon jedes amerikanische Kleinkind mitsingen kann. Eine unserer ersten Anschaffungen hier in den USA waren zwei Baseballhandschuhe und Bälle für Charlotte und Moritz für die ultimative USA-Experience. Moritz ist jetzt ein versierter Spieler und nun gipfelte unser Baseball-Abenteuer im Besuch eines echten Spiels in einem echten Stadium mit echten Amerikanern.
Die New Hampshire FisherCats spielen seit 2003 sehr erfolgreich in der Minor-League der ostamerikanischen Baseball-Liga. Sie haben etliche Wettbewerbe gewonnen und ihr eigenes Stadion in Manchester, einer Industriestadt weiter im Süden New Hampshires. Nachdem unser Plan, in Boston ein Spiel der Red Sox zu besuchen auch an den hohen Ticketpreisen gescheitert war, boten uns die Eltern von Moritz' Baseball-Kumpel Ben an, mit ihnen nach Manchester zu reisen.
Also fuhren wir alle im Meiner-Mobil durch die Sonne ins Delta-Dental-Stadion der Fishercats. Dort herrschte Volksfest-Atmosphäre. Das Stadion, die Leute, die Spieler -- alles sah aus wie im Kino, nur in echt. Dank Judy und Rob hatten wir beste Plätze nahe an First Base -- mit hoher Wahrscheinlichkeit fehlgeleiteter Schlag-Bälle (Foul balls), die wir zu fangen hofften.
Die FisherCats spielten gegen die Portland SeaDogs, die Mannschaften waren etwa gleich stark und das Spiel zog sich über neun Innings und fast drei Stunden hin.
Moritz und sein Kumpel Ben waren einfach nur happy. Vor allem, als Bens Mama Judy einen ankommenden Ball mit ihrem (30 Jahre alten und heiß geliebten) Handschuh fing. Judy erklärte uns geduldig alle Regeln und Tricks und tatsächlich ist Baseball ein richtiges Strategiespiel, das bis zuletzt spannend bleibt, wenn die Mannschaften gleich stark sind. Judy meinte sogar, die Spiele der Minor-League seien spannender, da man hier die Schwierigkeiten der Spieler im Umgang mit Ball und Bat besser sehen kann, aber eben auch ihre Erfolge und ihr Können würdeigen kann. Die meisten Spiele beginnen am frühen Abend -- und auch unsere kleinen Experten wurden zusehends müder.
Während der Pausen gabs jede Menge Gaudi auf dem Spielfeld -- auch einen "Schaukampf" von Sumo-Ringern in aufblasbaren Nackt-Kostümen zu den Klängen von "Kung-fu Fighting" -- Judy zuckte nur entschuldigend mit den Schultern. Aber das ist eben "rural america" -- das ländliche Amerika. Und die Stimmung blieb bestens, vor allem, als im letzten Inning ein Homerun das Ruder für die FisherCats herumriss und sie wenige Minuten später mit einem weiteren Homerun das Spiel für sich entschieden.
Dann gabs sogar noch ein respektables Feuerwerk!
Und wir fuhren durch die Nacht und den Wald nach Hause -- mit noch einem unvergesslichen Erlebnis.
Ich weiß, ich bin spät dran, aber bloggen hat momentan keine besonders hohe
Priorität neben Kofferpacken, Autoverkaufen oder Versicherungenkündigen.
Aber natürlich will ich Euch diesen hier nicht vorenthalten, zumal dieser 4.
Juli wirklich etwas Besonderes war. Nicht nur, dass sich die USA am 4. Juli
vor genau 235 Jahren von England unabhängig erklärte, wir hatten auch noch
Kristin und Thomas zu Besuch und in diesem Jahr feierte unser Städtchen Hanover
seinen 250. Gründungstag.
Die traditionelle Parade wurde also die längste und bunteste und lauteste, die
dieser idyllische Flecken Erde jemals erlebt hatte. Vor allem freiwilliges
Engagement vieler Einwohner hat diesen 4.Juli zu einem Erlebnis gemacht.
Schon am Morgen brannte die Sonne. Wir versuchten uns alle in Red-White-Blue zu
kleiden und staffierten uns mit Stars-and-Stripes-Devotionalien aus.
Wir erwischten einen guten Platz im Schatten an DER Straßenkreuzung Hanovers,
die Menschenmassen hatten Platz genommen. Und dann ging es los. Ich überlasse
euch den folgenden Bildern und kommentiere nicht weiter -- genießt es einfach.
Da hat sich wirklich die ganze Stadt in Szene gesetzt und nebenher haben wir
erfahren, dass der Hanover Coop, also der Zusammenschluss von Konsumenten zu
einer Lebensmittelkooperative, der älteste der ganzen USA ist! Nach der Parade
stürmten alle das Fress-Zelt und wir den Luftballonstand.
Ich brauche nicht zu sagen, dass es keiner der drei Ballons bis nach Hause
geschafft hat. Zwei schafften die Flucht, nachdem einer von Mattis zu Tode
umarmt wurde. Die selbstgemachte Eiscreme mit Eis aus dem Occom-Pond, die unter
Lebensgefahr dort im Winter herausgeholt worden war, schmeckte hervorragend.
Lotti und Moritz ließen sich auch von unten kühlen.
So gestärkt gingen wir hinüber zum "Race against the Bells". Alle
Veranstaltungen fanden mächtig gedrängt statt, denn am Tag zuvor war alles
wegen Sturmgefahr abgesagt worden. Die Kinder reihten sich ein, im Rennen gegen
die Glocken, die einmal "Happy Birthday" spielten und dann zwölf Mal schlugen.
Es war wirklich brütend heiß und die Stadt leerte sich zusehends. Aber wir
wollten durchhalten, denn Charlotte wollte am frühen Nachmittag noch in einem
kleinen Chor traditionelle amerikanische Volkslieder aus ganz alten Zeiten
singen. Also stapften wir noch zum Webster Cottage, dem kleinen Haus, in dem
Daniel Webster, seines Zeichens Dartmouth-Absolvent, Rechtsanwalt, Senator
und Außenminister der USA als Student gelebt hat.
Von ihm selbst erfuhren wir viel über seine aufregende Lebensgeschichte, die
ihn als Anwalt vor den Supreme Court im Dartmouth-Case führte und
gewinnen ließ. Er ging drei Mal ins Rennen um die amerikanische Präsidentschaft
-- die ersten beiden Male verlor er und schlug jeweils den Posten des Vizes
aus, um dann zuzusehen, wie die gewählten Präsidenten im Amt starben und er
wieder nicht Präsident wurde. Im dritten Wahkampf fiel er selbst vom Pferd und
starb -- eine tragische, doch berühmte Gestalt der amerikanischen Geschichte!
Unsere amerikanische Geschichte spielte sich nun vor allem im Schatten ab.
Kristin und Thomas hielten tapfer durch, verwahrten Luftballons, ließen sich
bekrabbeln und waren geduldige Zuhörer.
Dann endlich Charlottes Auftritt vor wenig mehr Publikum als den anwesenden
Eltern der kleinen Sänger. Sie trug ihre selbstgebastelte "Pig"-Mütze zu Ehren
der Hanover-Maskottchen.
Die vier kleinen Lieder waren sehr unterhaltsam und lustig. Und es wurde immer
heißer. Endlich daheim gabs Eis zum lecken und abkühlen und abends
"Independence Dinner" -- ein großes Stück Rind vom Grill. Ein Tag wie fünf, so
viel erlebt!
Zu Ehren des 4. Juli veranstaltete Moritz' KiTa am Freitag vor dem großen Tag ihre alljährliche Rad-Parade. Dafür schmücken die Kinder ihre Gefährte -- Roller, Drei- und Fahrräder oder auch Spielzeug-Rasenmäher in Blau-Weiß-Rot. Als Minimalist entschied sich Moritz für eine Flagge und einen Stern.
Dann werden alle Mobile auf dem kleinen Kreisverkehr vor der KiTa in Position gebracht und auf Big Jeffs Kommando geht es los.
Zu Ehren der USA, land of the free and the brave, kurven die Kinder so oft es geht ums Grün. Moritz war auf seinem Roller unterwegs und hatte es wirklich schwer mit den kleinen Rädern auf dem Schotter.
Dafür konnte ich ihm dann endlich mal ein zustimmendes Nicken abringen, als ich ihn fragte, ob es dann nicht doch mal an der Zeit sei, Fahrrad fahren zu lernen. Bisher hat er sich nämlich immer verweigert, obwohl wir Räder aller Größen und Ausstattungen hätten ausleihen können.
Da ist er also ganz schön ins Schwitzen gekommen, der Iggy. Zum Glück gabs ganz traditionell "homemade" Limonade zum Abkühlen. Zum Schluss ist mir noch ein Bild mit den meisten seiner Kindergartenkumpeln gelungen: (v.l.n.r.): Gianluca, Cameron, Ben, Ian und Moritz -- Liam fehlt leider.
Die Vorfreude auf die echte Parade wurde noch größer.
Schwein und Wolf kennen sich aus vielen amerikanischen Märchen und für Hanover sind sie sowas wie inoffizielle, aber sehr beliebte Maskottchen.
Zwei Holzstatuen von Pig and Wolf wurden in den 70er Jahren von einem Künstler erschaffen und standen seitdem im Vorgarten eines alteingesessenen Hanoveraners. Eines Tages wurden sie auf dem Dach des hiesigen Coop-Supermarktes ausgestellt und verschwanden des Nachts spurlos. Trotz Suchaktion und Vermisstenanzeigen wurden sie erst Monate später einsam ausgesetzt auf einem Feld gefunden. Dieses Abenteuer machte sie bekannt und damit dürfen sie auch bei den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestages der Gründung Hanovers nicht fehlen. In Form von bemalten Fiberglas-Skulpturen stehen sie nun überall in der Stadt -- bereit für eine Schatzsuche.
Mit Karte und Schnitzelhinweisen bewaffnet, spazierten wir eines Sonntag Morgens durchs Städtchen und bewunderten sie detailliert geschmückten Schweinchen und Wölfe und fanden fast alle versteckten Details - vom Appalachian-Trail-Symbol über Gummistiefel und historische Postkarten.
Ein Schwein wurde von den 500 Kindern der Ray School dekoriert -- mit kleinen Hasenköpfen aus ihren fünfhundert Fingerabdrücken. Charlotte und Moritz konnten sich aber nicht mehr daran erinnern, welche Abdrücke von ihnen stammen. Aber sie sind stolz auf Ray, das Schwein.
Bei der Parade zum 4. Juli laufen Moritz und Lotti übrigens auch mit, in der Formation ihrer Schule und geschmückt mit extra im Kunstunterricht angefertigten Pig and Wolf Mützen! Nächste Woche ist es soweit.