[if you can read this, please skip the first paragraph!]
Wir Ihr gemerkt habt, mussten wir erstmal eine Weile überlegen, was wir jetzt
mit dem Blog anfangen wollen. Wir haben uns nun entschieden, den Spieß
umzudrehen und ab jetzt hauptsächlich für unsere Freunde in Übersee zu
schreiben. Die mussten in den vergangen zwei Jahren immer mit der
Google-Übersetzung leben und sind jetzt auch mal dran. Nun da wir wieder in
unserem "normalen" Leben gelandet sind, sind die Sachen die wir jetzt schreiben
können, wahrscheinlich auch interessanter für jemanden der nicht auch hier
wohnt. Wer trotzdem weiter reinschauen möchte, hat immer noch die Bilder... und
die Google-Übersetzung. Und los gehts:
We took some time to figure out what we want to do with the blog, now that we
are back to normal. As you can read this without the Google translation you
have probably figured out what the change is. While living a German life it
makes little sense to tell other Germans things they already know in German.
Therefore, we will focus on our English reading friends that had to suffer from
automated translation results over the past two years.
Let's start with some impressions of the first walk in town after weeks of
unpacking boxes and filling out forms (the nasty German ones). Karoline's
grand-parents came to visit and we spend the afternoon in the river valley the
divides Halle in an east and a west half.
The weather is beautiful these days -- much nicer than the actual summer must
have been here. We walked by the Giebichenstein castle. This is the oldest
castle on the river Saale, about 1100 years old and partially ruined. This is
one of two castles within the city limits of Halle. Directly opposite the
castle on the eastern shore is the restaurant "Krug zum grünen Kranze" that was
known all over east Germany -- for a folk music show that was recorded there
and broadcasted on national television. This is were we had our wedding party.
Die "Blaue Lagune" ist das beliebteste Reiseziel Islands: ein riesiges
Thermalbad mit Wellnessbereich und baden im Vulkanbecken in eisblauem, heißen
Wasser. Wir haben uns dagegen entschieden, ganz einfach, weil es sehr teuer ist
und kein Spaßbad, wie die Kinder es gemocht hätten. Aber wir sind mal
rangefahren an die legendären Quellen.
Wir wandten uns dann in Richtung Süden, wo für diesen Tag besseres Wetter
angesagt war. Über Schotterpisten ging es am Meer entlang. Rechts die Küste und
links die Lava-Felder mit ihren bizarren Formen.
Viele Straßen werden gebaut, aber immer aus dem typischen schwarzen
Lava-Schotter, der genug Grip hat, um bei Blitzeis und plötzlichem Regen eine
rutschfeste Oberfläche zu bieten. Für manche ist der Belag aber auch richtig
gemütlich.
Die wahren Helden des Tages waren aber nicht die wolligen Islandschafe, die ihr
Fell für die schicken, aber völlig überteuerten Island-Pullover hergeben.
Sondern die Island-Ponys. Wegen ihnen darf keine andere Pferderasse auf der
Insel gehalten werden. Überall stehen sie auf großen Weiden an der Strasse, in
allen Farben und es ist eine Freude sie anzusehen und eine noch größere (für
gewisse Pferdefreundinnen unter uns), sie zu streicheln.
Tatsächlich schien die Sonne immer heller, je weiter südlich wir kamen. Von der
Straße aus konnten wir die Vulkane schon sehen -- und die Gletscherzungen, die
sich Richtung Meer schieben.
Über die Kanten rauschen unzählige Wasserfälle, an die man ganz nah herankommt.
Auf der Straße am Meer fährt man direkt an der Abbruchkante vorbei. Und kommt
an den berüchtigten Eyjafjallajökull-Vulkan, der im April 2010 mit seinen
Aschewolken den weltweiten Flugverkehr lahmgelegt hat.
Wie fast immer versteckte er sich im Nebel und so konnten wir das Biest nur
erahnen.
Ganz nah prasselt ein weiterer berühmter Wasserfall in ein schwarzes
Naturbecken und fließt als unscheinbares Flüsschen Richtung Meer: der Skogafoss
-- und das in berauschender Lautstärke.
Diese Fahrt war dank mp3-Player schon deutlich entspannter und schon mal ein
Vorgeschmack aufs Fahren im Deutschland-und-Halleparkplatz-kompatiblen Auto.
An der Strecke liegt außerdem noch das Skogar-Museum, das den isländischen
Wohnungsbau in den Zeiten darstellen will. Tatsächlich findet man an einigen
Hängen die noch vor 100 Jahren typischen grasgedeckten Häuschen, die innen
unglaublich eng und dunkel sind.
Da die Isländer ihr bißchen Holz schon um 1000 n.C. komplett abgeholzt hatten,
nahmen sie zum Bau der wenigen Holzhäuser am Strand herumliegendes Treibholz.
Und tatsächlich haben sie erst vor wenigen Jahren damit begonnen, ein paar
Wldflächen aufzuforsten, denn nicht unbedgingt das raue Klima, sondern die
Erosion ist das größte Problem für das bißchen Landwirtschaft. Auf dem Rückweg
gings flotter auf der Autobahn und durch einen Tunnel zurück, der unter einem
riesigen Fjord entlangführt. Am nächsten Tag hieß es wieder Koffer packen --
und dann ging es heim.
Jetzt wird es langsam peinlich, aber die Chronistenpflicht ruft. Deshalb hier unsere Erlebnisse in Reykjavik -- immer noch Ende Juli 2011.
Reykjavik ist klein, aber vielfältig. Eigentlich ist Micha ja der Naturmensch, aber bei strömendem Regen konnte ich durchsetzen, nicht nochmal so weit zu fahren. Also kehrten wir ins Saga-Museum ein. Jede Ecke in Island hat ihre eigene Saga -- Geschichten über die Besiedlung, den dort lebenden Clan und natürlich auch sagenhafte Wesen. Im Saga-Museum kann man einen Streifzug durch die Geschichte Islands unternehmen -- Wachspuppen in Kulisse veranschaulichen die oftmals blutrünstigen Stories. Interessant für die Kinder, die die englische Audio-Führung mitmachten.
Leider wird alles nur englisch oder isländisch beschrieben, manchmal französisch. Jedenfallls war der Museumsshop nicht so toll, aber die ausprobierbaren Wikingerhelme wogen das auf.
Vom Dach des Museums hat man einen guten Blick über die Stadt -- Wetter kann man sich ja nun nicht aussuchen.
Die Stadt selbst ist wirkich sehenswert. Kleine Straßen, bunte Häuser -- sie macht einen fröhlichen Eindruck. Ein Laden am anderen zeigt, dass Island zwar vornehmlich fischt, aber eben auch vom Tourismus lebt.
Überall Kuscheltiere von Papageientauchern, Eisbären, Islandpferden, außerdem Strickpullis und T-Shirts mit isländischen Trinksprüchen. Und überall Geschichte: Reykjaviks Gründung als großes Gehöft, Reykjavik als Heimat Erik des Roten und vor allem seines Sohnes Leif Erikson, der Amerika entdeckte.
Diese Statue wurde Island von den USA geschenkt, zum 1000. Jahrestag der Entdeckung. Die Kirche im Hintergrund ist ein Betonkunstwerk, innen licht und hell, mit einer klangvollen Orgel, aber schlicht wie eben eine evangelische Kirche. Genau gegenüber ist "Lokis Café" und dort kehrten wir ein zum Lunch.
Die tapfere Lotti probierte eine isländische Fleischsuppe, Moritz nur ein Frischkäsebrot, aber immerhin mit hausgemachten Roggenbrot, das ganz früher in Erdöfen nahe den heißen Quellen gebacken wurde.
Micha dachte kurz über fermentierten Hai und Schafshirn nach, entschied sich dann aber doch für Fleischsuppe und Brot und natürlich Bier.
Matti war es wurscht -- Hauptsache, er konnte mit Gabel essen. Sonst war das Wetter einfach zu grau, um bessere Eindrücke zu sammeln. Außer vielleicht, dass es hier tatsächlich Feen gibt -- die ihre Hügel sogar mitten in der Fußgängerzone von Reykjavik haben.
Wenn wir wiederkommen, und das werden wir, dann wochentags, wenn die vielen Boutiquen und Galerien offen sind.