Die Erdbeeren haben wir nun schon verpasst. Wir haben zwar viele gegessen, aber keine selbst gepflückt. Nun gibt es hier in der Gegend viele kleine Farmen und Höfe, wo man Bio-Obst und Bio-Gemüse kaufen kann oder auch "grass-fed beef" -- also Fleisch von Kühen, die mit Gras gefüttert wurden.
Diese Farmen tragen so schöne Namen wie Riverview-Farm oder Four-Corners-Farm.
Wir habe uns aufgemacht, um Himbeeren und die berühmten Blaubeeren zu pflücken, aber beide Farmen, die wir besuchten, hatten zu. Einmal weils Freitag nachmittag war und dann waren die Beeren hier noch nicht reif. Dafür kamen wir an einem Milch-Hof vorbei und durften die Kühe besuchen.
Auf diesem Bild ist Charlottes neueste Errungenschaft zu sehen: ein Stimmungsring. Mittlerweile kennt die ganze Familie die verschiedenen Farbschattierungen und deren Aussagen -- auf dem Bild hier ist Lotti entspannt, oft zeigt sie jedoch auch gemischte Gefühle und es ist auch schon vorgekommen, dass sie liebevoll war. Weil sie den Ring anfangs nicht ablegen wollte, fängt er nun an, zu rosten und wir fragen uns, wie wir ohne ihn wissen sollen, wie Charlotte sich fühlt. Das Kälbchen jedenfalls hat sie offensichtlich nicht verärgert, die Kälber sind ja auch noch sehr jung und ziemlich niedlich, aber schnell wurde die Aufmerksamkeit der Kinder auf etwas ganz anderes gelenkt.
Das Kätzchen schien das einzige Kleine hier zu sein. Und es kam, wie es kommen musste:
Habt ihr den Mattis gehört? Er war nämlich überhaupt nicht zufrieden ob des Kuh-Geruchs. Als ich das Auto nahe des Misthaufens parkte, hat er noch gelacht, dann hat er nur noch gebrüllt und wollte auch nicht in seinem Wagen sitzen. Nur getragen und besprochen, hat er halbwegs stillgehalten. Zum Ausgleich waren wir danach noch in einem Blumengarten. Dort wuchsen viele von Lottis Lieblingsblumen: Löwenmäulchen und wir konnten erst wieder fahren, nachdem sie wirklich sicher war, dass alle Blüten ihre Mäulchen öffnen konnten.
War auch kein Problem, hier herum zu laufen, obwohl das eine normale Gärtnerei war. Schön, dass die Leute so offen sind. Es gehört wohl zum guten Ton, den Kunden zu zeigen, dass alles mit rechten Dingen zugeht. In die Melkräume auf dem Milchof durften wir natürlich nicht, aber wer rechtzeitig kommt, kann die Kühe beim Melken durch eine Glasscheibe beobachten. Wir haben eine halbe Gallone (ca. 2 l) Milch mitgenommen. Die kostete 2,50 $, während eine ganze Gallone in der Kaufhalle 4 $ kostet. Die frische Milch ist nicht viel teurer und schmeckt wirklich besser, auch als Kakao.

