Das Wochenende über haben wir eigentlich ausschließlich telefoniert. Ach nein, wir waren noch auf dem Hanover "StreetFest". Es war zwar sehr heiß, aber es gab ein paar lustige Stände, z.B. mit Batikklamotten, Glaswaren und auch amerikanischen Quilten.
Das will ich auch noch lernen hier, werde mich im Herbst mal in der "Volkshochschule" einschreiben. Das Fest war mehr so eine Werbeveranstaltung für die Innenstadt-Läden und man traf die halbe Stadt. Außerdem gab es echte Lemonade, sehr erfrischend und schön sauer.
Wir hatten auch noch Zeit, uns mit unseren Nachbarn zu treffen, die nun leider ausziehen werden. Sie haben sich in der Nähe ein Haus gekauft und werden in zwei Wochen mit Hund und Kind übersiedeln. Unsere neuen Nachbarn werden ein Neuseeländer aus dem Alte-Sprachen-Institut und seine kanadische Frau sein. Es bleibt also bunt hier.
Bunt war es auch im Kino: Toy Story 3 ist absolut sehenswert und 3D macht Sinn. Micha war mit den Kindern und hatte endlich mal sein interaktives Kinoerlebnis. Denn Charlotte und Moritz sitzen nicht wie andere Kinder im Kinosessel und genießen gebannt den Film. Nein, jede Gefühlsregung wird lautstark kundgetan, was dazu geführt hat, dass ich mit ihnen prinzipiell weiter hinten an den Gang setze, um notfalls flüchten zu können. Bei "Where the wild things are" musste ich Moritz tatsächlich festhalten, während beide laut geheult haben, als der Junge sein Lieblingsmonster verließ. Bei anderen Gelegenheiten ging es zu wie im Kasperletheater und die Kinohelden mussten vor dem auftauchenden Drachen gewarnt werden. Obwohl wir öfter geübt haben, wie man sich im Kino verhalten sollte, gehen die Emotionen einfach mit ihnen durch -- und diesmal gab es Riesengeschrei, als die Spielzeuge in der Müllpresse landeten...
Trotzdem wir so schöne Wolken hatten, hat es nicht geregnet. Die Nächte sind aber angenehm, so dass wir uns ein bißchen erholen können. Mattis steckt das Wetter zum Glück sehr gut weg und trägt einfach weniger auf seinen Speckröllchen.

