Live free or die, Meiner!

Stimmen aus der Wildnis

Nicht viel Zeit zum bloggen, das war diese Woche. Moritz hatte sein Fußball-Camp und war jeden Abend sehr müde: drei Stunden Training und das bei teilweise über 30 Grad Hitze jeden Tag. Trotzdem ist er sehr glücklich und wünscht sich zum Geburtstag Fußballschuhe.

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Charlotte hat ihre erste Woche Ferienspiele hinter sich gebracht und viele Freunde wiedergetroffen und neue gefunden. Sie genießt es, mit anderen Kindern zusammen zu sein. Beide Großen sind total braun geworden. Mattis kullert herum und ich muss ihm assistieren, denn er kommt von allein noch nicht zurück auf den Rücken, schafft es aber seine komplette Spieldecke nass zu sabbern. Und er hat eine neue Mütze!

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Micha arbeitet zwei Wochen Ferien nach und schafft es glücklicherweise immer noch, zum Abendessen zu Hause zu sein, aber ein bißchen fertig sieht er schon aus. Der Liebe, Gute, nein so ein Mann! Seine einzige Zerstreuung bestand im Besuch eines Vortrages von Michael Bloomberg, dem Bürgermeister von New York City. In einem total überfüllten Hörsaal in Michas Bürogebäude sprach er heute über New York City und warum er lieber dort Bürgermeister sei als Präsident der USA: er dürfe letztlich entscheiden, sein Budget ist größer als das mancher Bundesstaaten und mit der New Yorker Polizei verfüge er über die schätzungsweise achtgrößte Armee der Erde. Er wolle auch deshalb nicht Präsident werden, weil seine Ansichten zu liberal für das ganze Land seien: er sei für Abtreibung, für legale Immigration von Ausländern in die USA und glaube außerdem, dass Darwin recht hatte. Den Dartmouth-Studenten riet er, gut zu lernen -- und auch mal was zu trinken.

Nun ist bald Halbzeit hier und ich arbeite bereits an unserer Rückkehr: wir haben zwei Plätze im neuen bilingualen Kindergarten in Halle bekommen. Habe uns einfach beworben und anscheinend passen wir ins strenge Auswahlmuster und die Kinder gelten nun als englischsprachig erzogene Intelligenz-Sprösslinge -- sie sind wohl alles, was eine Stadt in Sachsen-Anhalt sich nur wünschen kann. Dort werden Moritz und Mattis die Möglichkeit haben, weiter zweisprachig aufzuwachsen und ihr Englisch zu entfalten, bis für Moritz dann in den ersten beiden Schuljahren Pause ist. Charlotte wird übrigens definitiv in die 4. Klasse eingeschult werden und zwar ohne zusätzlichen Test, einfach altersgemäß. Sollte es dann noch Probleme geben, kann sie freiwillig im Halbjahr in die 3. Klasse zurück. Das alles habe ich schonmal herausgefunden. Und nun muss ich noch ran, unsere nächste Reise zu planen. Nachdem sich unsere Flugzeug-Wohnmobil-Idee als zu teuer erwiesen hat, werden wir wohl wieder im Meiner-Mobil unterwegs sein. Diesmal in Richtung Großer Seen, Chicago und Prärie. Die Rockies frühstücken wir wahrscheinlich im November ab, wenn wir Micha zu einer Konferenz in Kalifornien begleiten. Das Leben ist bunt, und fliegt!!

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