Bar Harbor ist der größte Ort auf Mount Desert Island mit immerhin 5000 Einwohnern, die vornehmlich vom Tourismus und vom Fischen leben. Die Übernachtungen sind hier am teuersten, daher haben wir uns auch ein Cottage in Bass Harbor gesucht. Der Ort ist aber schöner: hübsche Kneipen und Läden sind eine tolle Abwechslung zu den Naturwundern der Insel.
Es war herrliches Wetter -- genau richtig für eine Einkaufstour. Stefan ist fasziniert von den Steinen hier und besuchte gleich mal "Willis Rock Shop". An der Küstenpromenade reiht sich Laden und Kneipe und überall kann man Lobster essen.
Mittags brachen wir zum Whale Watching auf. Das Schiff war größer und schneller als das, mit dem wir letzte Jahr in New Hampshire Wale beobachtet haben. Es fährt auch auf Robbentour oder zu "Puffin"-Brutplätzen, das sind Papageientaucher.
Mit 95%iger Wal-Garantie! Hier weiter nördlich schwimmen die Wale näher an der Küste entlang und wir sahen mehrere Buckelwale.
Jeder Wal hat eine individuelle Schwanzflosse, einzigartig wie ein Fingerabdruck. In Bar Harbor gibt es eine Naturschutzorganisation, deren Mitarbeiter jeden Tag auf den Touren Wale beobachten und fotografieren. Mehr als 1000 unterschiedliche Tiere haben sie bereits registriert. Einen Wal beobachten sie seit 1972 jedes Jahr in der Bucht von Maine. Wir haben dieses Mal auch Delfine gesehen, die zusammen mit einem Buckwal unterwegs waren.
Nach vier Stunden waren wir zurück und unser kleiner Mattis hat fein geschlafen auf dem Schiff. Nach dem Stillen haben wir Großen eine urige Kneipe mit gutem Essen und Fernseher überm Tisch gefunden, wo Uruguay gerade gegen Ghana gewann. Was will man mehr?
Und hier nochmal der Blick über die Bucht von Bar Harbor im Abendlicht.
Übrigens ist es hier auf Mount Desert Island so schön, dass Gott sogar seine Eltern hier hat begraben lassen
Wer wundert sich da noch, dass wir mit Wehmut wieder abfuhren.
Samstag ging es zurück, mit Zwischenstopp bei einem großen Klamotten-Outlet. Und vorbei an Fort Knox, einer der ältesten Befestigungsanlagen an der amerikanischen Küste, allerdings werden hier nicht die Goldreserven gelagert.
Schwer bepackt ging es dann heimwärts, damit wir pünktlich zum Nationalfeiertag 4. Juli wieder in Hanover sind!

