... besteht aus drei Räumen und drei Wandschrankkammern. Das Schlafzimmer ist dabei ziemlich groß, eigentlich ungünstig für einen Raum, der kaum genutzt wird. Allerdings sind die Möbel schon drin gewesen und die sind wiederum zu groß für das Kinderzimmer, so dass wir die Raumaufteilung gelassen haben.
Alle Möbel, Matratzen und Sessel standen schon drin. Alle Fenster sind mit Fliegenfenstern und Rollos ausgestattet. Der Stauraum reicht für unsere Sachen aus. In der angeschlossenen Kammer ist Platz für leere Koffer, Bettzeug und Sommersachen. Sehr praktisch, wenn man sich keine Schränke kaufen muss, allerdings ist mir nicht klar, ob der vorhandene Platz mit diesen Abstellkammern wirklich gut ausgenutzt ist, denn für kleinere Dinge muss man trotzdem Kommoden oder sowas kaufen.
Im kleinen Flur an der Treppe ist noch ein großer Wandschrank -- da liegen Bettdecken, Bettwäsche, Handtücher und Gästezeug drin. Schön, wenn man alles da hat, wo man es braucht. Eine kleine Kammer für Wäschekorb und Staubsauger ist auch da. Das Badezimmer ist eine besondere Perle amerikanischer Einrichungskunst. Die Wanne liegt zu ebener Erde, was es nervig macht, sie zu putzen. Außerdem ist sie so klein, dass Micha bisher nur einmal gebadet hat, es macht einfach keinen Spaß. Zumal das warme Wasser im Boiler nur für eine halbe Füllung ausreicht. Duschen geht da besser, allerdings muss man lange auf die richtige Wassertemperatur warten und die Menge Wasser ist kaum zu regulieren. Also wird die Wanne eher von den Kindern benutzt.
Die Toilette ist "american style", was bedeutet, dass sie relativ niedrig ist und eine KEINE Spar-Wasserspülung hat. Das Waschbecken ist okay, auch wenn der Wasserhahn ebenfalls nicht dazu da ist, schnell die richtige Wassertemperatur zu mischen und viel Wasser verloren geht. Über dem Waschbecken wieder ein eingebautes Schränkchen, dies aber aus Metall und rostig. Ein Nachteil festeingebauter Stauräume, würde ich sagen. Mit Fliesen habens die Erbauer auch nicht so gehabt, hier wurde abwaschbare Farbe benutzt, die mittlerweile sehr oft überstrichen wurde und dementsprechend oft abplatzt.
Das Kinderzimmer haben wir grundlegend umgestaltet, weil da zwei riesige Betten drinstanden. Die stehen auseinandergebaut im Dach, nur die Matratzen liegen im IKEA-Doppelstockbett. Die kleine Abstellkammer hier wird kaum genutzt. Da muss ich mir mal noch was einfallen -- ich fürchte nur, die wird ein schwarzes Loch, wenn ich den Kindern erlaube, da Spielzeug unterzubringen. Die Kommode mit Spiegel stand schon drin und ist sehr robust, genau richtig für unsere Grobmotoriker, die darauf bestehen, sich ihre Klamotten selbst auszusuchen. Alle Zimmer haben viele Fenster, was die Räume schön hell macht.
Unsere Dachkammer erstreckt sich über die ganze Grundfläche des Hauses und wäre damit ein wunderbarer, zusätzlicher Raum, wenn sie nur ein wenig ausgebaut wäre. Leider ist sie nicht gedämmt und so ist es im Sommer brühheiß und im Winter hundekalt hier. Außerdem gibt es keinen richtigen Fußboden, die Dielen hat man sich gespart. Daher stehen hier oben nur ein paar wetterfeste Sachen, schade eigentlich.
Morgen klettern wir die Holztreppe hinab und schauen in die Küche nebst ihren Töpfen -- ein Paradies für hässlich-rustikale Möbel und stromfressender Monster.

