Schon die Fahrt nordwärts nach Maryland war etwas Besonderes, denn Micha hat eine tolle Route über Inseln und Brücken und durch Tunnel herausgesucht. Eine Brücke ist 20 Meilen lang und führt über eine Bucht.
Die Brücke wird unterbrochen von Tunneln, die unter dem Meer hindurchführen, manche sind mehrere Kilometer lang.
Die Stadt Norfolk ist ein wichtiger Arbeitgeber in dieser sonst recht armen Region der USA. Unter anderem werden hier riesige Flugzeugträger gebaut -- der neueste heißt übrigens "George Bush".
Die Küste ist malerisch, doch nur wenig später beginnt die Armut in Süd-Virginia. Deutlich sichtbar an den vielen Trailer-Parks. Dort wohnen die Leute in so genannten Mobile Homes.
Die Häuschen sind ziemlich klein, haben aber den Vorteil, dass sie einfach auf einen Truck verladen und an eine andere Stelle transportiert werden können.
Wir sind durch Virginia und Maryland gefahren, haben viele schon heimkehrende Zugvögel gesehen und sind mal wieder an Berlin vorbeigekommen.
In Ocean City angekommen, erwartete uns ein anderer Eindruck: das Städtchen lebt nur vom Tourismus und im Winter sind nur wenige Hotels noch offen. Die vielen Mini-Golf-Anlagen und Spielhallen sind alle geschlossen -- ein bißchen surreal.
Dafür hatten wir für wenig Geld eine echte Suite in einem großen Hotelbunker direkt am Strand. Mit zwei Schlafzimmern, einer kleinen Küche und einem ganz speziellen Extra:
Mit Schokoladeneis im Whirlpool sitzen -- das haben wir den Rest des Nachmittages gemacht!
Weil wir eine eigene Küche hatten, konnten wir uns endlich mal wieder ein gutes Frühstück machen. Es gab Cornflakes und Obst (!), darauf hatten wir die letzten Tage fast verzichten müssen. Und dann ging es an den Strand des Atlantischen Ozeans. Moritz Kommentar: "Mama, der Atlantik ist doch sehr breit!"
Natürlich haben wir noch mehr Muscheln gefunden und gleich welche für unsere daheimgebliebenen Freunde mitgesucht.
Dann kam auch noch die Sonne raus und so spazierten wir fast drei Stunden ganz allein den Sandstrand entlang, der im Sommer hoffnungslos überfüllt sein muss. Jetzt waren wir ganz für uns.
Und schon lag die letzte Etappe vor uns: nordwärts nach Philadelphia, wo wir übernachten und am nächsten Tag ein Meeresmuseum besuchen wollten.

