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Stimmen aus der Wildnis

Der Golfplatz

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Mo, 28 Sep 2009

Es ist Zeit, mal ein paar Worte über einen riesigen Teil Hanovers zu schreiben, der für alle zu betreten ist, jedoch irgendwie mystisch abgeschlossen einer kleinen Elite vorbehalten zu sein scheint: der Golfplatz. Der Parcour hier nimmt den gesamten Nordosten der Stadt ein.

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Schon früh am Morgen, wenn noch der Nebel die Berge verdeckt, stehen hier Menschen in karierten Hosen und suchen ihre Bälle. Sie müssen Teiche und Schluchten überwinden, manche Löcher befinden sich zwischen Häusern oder dann auf der anderen Straßenseite. Auf einem Übungsteil liegen immer hunderte weißer und gelber Bälle, die einer mit einem Kescherauto einsammelt. Die Kinder sind immer sehr beeindruckt.

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Und mittendrin ist der Pine Park, wo man spazieren gehen kann -- hier fließt ein kleiner Bach und es ist angenehm kühl, nur die Golfbälle sausen einem über den Kopf. Überall stehen Schilder, dass Golfer Vorfahrt respektive Vor-Schlag haben.

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Aber im Winter haben hier wirklich alle Platz, dann verwandelt sich das weitläufige Gelände in Skipisten und Rodelberge und auf den Teichen wird Schlittschuh gelaufen -- und am Golf-Club brennt ein großes Feuer, wo die Kinder Marshmellows rösten können.

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Hier mal ein Video mit Bildern von Hanover und dem College aus der Luft (das College hat einen eigenen Video-Kanal bei youtube.com). Es ist wahrscheinlich auch so um diese Jahreszeit entstanden, denn so sieht es hier gerade in etwa aus.

Wahrscheinlich ist es besser den Ton abzuschalten ;-)

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Der 22. September war ein großer Tag für Dartmouth College und damit auch für uns: der 17. Präsident, sprich Rektor der Universität wurde offiziell eingeführt. Zum ersten Mal ist ein Asiate Rektor eines Ivy League Colleges geworden -- sogar der Präsident Süd-Koreas hat eine Grußbotschaft geschickt! Auch hier tragen die Professoren und Dekane auf alt gemachte Ornate und Hüte. Die Flaggen dürfen niemals fehlen.

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Auf der Tribüne versammelte sich dann auch die gesamte College-Elite, um Jim Jong Kim, den neuen Rektor zu huldigen. Obwohl der als 5jähriger mit seiner Familie in die USA übersiedelte und wahrscheinlich amerikanischer als viele Amis ist, eröffnete eine koreanische Tanzgruppe die Veranstaltung. Und dann übetrumpften sich die Redner mit Lobpreisungen, doch es stellte sich bal das Bild eines wirklich imposanten Wissenschaftlers und Menschenfreundes dar. So hat Dr. Kim eine Hilfsorganisation mitbegründet und an diversen Unis gelehrt -- Harvard selbst hat mehrere Vertreter entsendet, um das hervorzuheben.

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Und er scheint großen Wert darauf zu legen, dass die Studenten hier fürs Leben lernen, dass sie nicht nur ihre Experten, sondern gute Menschen werden. Dies wünschte er in angemessen pathetischem Ton vor allem den Neuankömmlingen, der Class of 2013. Dann gabs Häppchen und Musik auf dem Green und wirklich tausende Leute waren unterwegs. So eine Inauguration erlebt man hier übrigens nur ca. alle 15 Jahre, denn alle Rektoren sind auf Lebenszeit eingestellt -- und Dr. Kim ist gerade mal 50 Jahre alt -- wieder so ein nahezu einzigartiges Erlebnis hier.

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