Charlotte hat das erste von drei Zeugnissen pro Schuljahr bekommen. Viele Fächer wurden natürlich noch nicht bewertet, aber sie hat eine sehr gute schriftliche Beurteilung von ihrer Klassenlehrerin und ihrer Englischlehrerin erhalten.
Zu den Zeugnissen gibt es auch immer ein Elterngespräch und da wurde so gesprochen: Nicht nur, dass sie sich problemlos und schnell in die neue Klasse eingefügt hat. Sie arbeitet selbständig und unabhängig, weiß schon jetzt, wo sie unbekannte Wörter suchen muss, beschäftigt sich mit Büchern und Arbeitsheften und denkt selbst darüber nach, welche Aufgaben sie da zu lösen hat. Sie hat sogar schon ein Mondgedicht geschrieben -- mit Hilfe ihres Bilderwörterbuches.
Sie ist mutig und hat keine Scheu, Fehler zu machen. Besonders ihre Englischlehrerin hat das hervorgehoben, denn sie betreut alle fremdsprachigen Kinder an der Schule und meinte, normal sei eigentlich, dass sie so oft wie möglich zum Helfen in die Klassen kommen muss und viele Tränen trocknen und Ängste nehmen muss, bevor die Kinder am Unterricht teilnehmen können. Charlotte dagegen versäumt nichts von ihrem normalen Unterricht und hat quasi zusätzlich noch Englisch.
Der Lernbereich "Alles über den Herbst" ist nun zu Ende. Jetzt wird sie mehr Mathe haben und die Englischlehrerin hat ein neues Lernprogramm mit ihr begonnen, in dem sie mehr sprechen soll und die Vokabeln, die sie bisher gelernt hat, anwendet. Als ich fragte, was wir zu Hause unterstützend noch machen könnten, hieß es: "Was immer sie zu Hause schon tun, machen sie das weiter." So stolz sind wir.

