Der Kürbis hat einfach einen eigenen Eintrag verdient, denn natürlich ist
er ein Meisterwerk, wobei die Inspiration ausgerechnet aus Halle kam!! Das
kann man natürlich nicht auf sich sitzen lassen, dass da welche in ihrer
Küche in der E.-E.-Straße einen so schicken Jack-o-Lantern herumstehen
haben. Also musste einer unserer Orangenen dran glauben.
Nachdem Micha die Skizze mit einem einfachen Filzstift aufgetragen hatte,
nahm er das spezielle Kürbis-Aushöhl-und-Schnitzbesteck zu Hand, das man
hier für 4,99 $ kaufen kann. Dann öffnete er dem Kürbis den Schädel und
dass obwohl er eigentlich nur mit virtuellen Gehirnen zu tun hat.
Schließlich wurde geraspelt, gesägt und geschabt -- also fast wie auf dem
richtigen OP-Tisch und das Ergebnis kann sich doch wirklich sehen lassen,
oder Rosi??
Happy Halloween!
Nach Wochen der Vorbereitung und Vorfreude kam endlich der Abend, auf den
ganz Amerika zu warten schien. Es sind ja nicht nur die Kürbisse -- Moritz
musste sich neulich in unserer Kaufhalle von einer kindshohen Monsterpuppe
erschrecken lassen, die immer, wenn jemand vorbeiging, schrecklich lachte
und ihren Kopf abnahm. Charlotte war sowieso schon von ihren Schulfreunden
infiziert. Die größten Fans leben allerdings nicht weit von hier: diese
Familie lässt jedes Jahr an Halloween von Filmausstattern ihr komplettes
Haus nebst Garten umgestalten: zu Friedhof und Gruselkabinett.
Am Freitag hatte Lotti schon großes Halloween in der Schule. Das war bei
uns wie zum Fasching -- manche hatten wirklich schaurige Masken auf. Wenn
man damit aufwächst, ist es wahrscheinlich einfach nicht mehr so
erschreckend. Lotti musste sich eigentlich nicht richtig verkleiden: sie
ging als kleine Hexe.
Am Sonnabend schließlich hat sich auch Moritz verwandelt -- er ist ja da
sehr eigen, doch sein Lieblingspiratenkostüm hat noch gepasst und speziell
der Hut mit dazugehörigem Papagei ist ja nun wirklich nicht zu schlagen.
Zusammen mit anderen Kindern ging es dann zum Süßigkeitensammeln, wobei
sich Charlotte durch besonders lautstarke Forderungen auszeichnete.
Leider fing es dann an, zu regnen, so dass die kleinen Trick-or-Treaters am
Ende alle wie nasse Katzen nach Hause geschlichen kamen. Aber es hat sich
mächtig gelohnt, so sehr, dass ich morgen, wenn alle ausgeflogen sind, die
geheimen Verstecke absuchen werde, denn irgendwie finden sich immer wieder
herumliegende Süßigkeitenpapierchen im Haus, obwohl ich doch alles
weggeschlossen habe.