Verabkürzungswahnsinn Wie wir Deutschen die unsinnige Verlängerung an sich sinniger Wörter lieben, so mögen es die Amerikaner, alles bis zur Unkenntlichkeit zu verkürzen. So existieren zum Beispiel Vornamen wie James und Robert nur auf dem Papier, denn Jims und Bobs laufen herum. Eine Bekannte mit dem schönen Namen Miriam wird nur Mickey genannt... Micha konnte sich des "Mike" erfolgreich erwehren, die Kollegen schätzen ihn so, dass sie ihm zwei Silben gönnen. Im Straßenverkehr zeigt sich ebenfalls, dass es besser ist, es kurz zu machen: .. image:: /pics/AbKuePed.Jul10.jpg Ja, kein "Fußgängerüberweg", ein Ped-xing, also irgendetwas mit "pedestrians" = Fußgängern, das muss reichen. Dieses Schild gibt es auch für Reiter (Equ-xing) und sogar für Katzen (cat-xing). Genauso verhält es sich mit Berufsbezeichnungen, Gegenstandsnamen und natürlich Daten: einen 9/11 würde es in Deutschland wohl niemals geben, allerdings ist 11. September auch weniger griffig. Ebenso griffig finde ich, dass viele Dinge intuitiv benannt sind. So gibt es hier keinen Reißverschluss (man lasse sich das Wort bitte auf der Zunge zergehen!), sondern einen zipper, denn das Ding macht nunmal "zip", wenn man es bedient und das Wort ist natürlich sehr viel kürzer. Also ich liebe ja die deutsche Sprache, doch nehme mir ab heute ein Beispiel und verpreche hiermit, nie wieder eine solche Überschrift zu benutzen!