Jaha, da sind sie wieder -- Kostbarkeiten aus der unerschöpflichen Quelle amerikanischer Nummernschilddichtungen.
Jaha, da sind sie wieder -- Kostbarkeiten aus der unerschöpflichen Quelle amerikanischer Nummernschilddichtungen.
Es gibt Leute, die sind noch viel ungeduldiger als wir selbst: nein, er ist noch nicht da. Aber es gibt keinen Grund zur Unruhe, denn wir sind erst zwei Tage über dem Termin, der ja auch nur als Orientierung dient. Ich bin eigentlich sogar ganz froh, denn gerade erst haben wir eine Ohrenentzündung überstanden, die Moritz Nächte und unsere sehr verkürzt hat. Da ist es doch prima, dass ich mit der wenigen Kraft, die ich momentan habe, nicht auch noch eine Geburt managen musste. Übrigens kam Moritz sieben Tage "später" -- hat sich geputzt, wie die Oma Olsche zu sagen pflegte. Und das Ergebnis ist doch ein prachtvoller Bengel, also warum sollten wir nicht warten können? Der kleine Mann strampelt, klopft und hat Schluckauf, das alles zwei Zentimeter von meinen Armen entfernt. Und was sind ein paar Tage gegen mindestens sechzig Jahre, die wir noch miteinander verbringen können? Die Hebammen geben uns noch zehn Tage. Nächste Woche ist ein Kontroll-Ultraschall anberaumt und der Wehenschreiber kommt erstmals zum Einsatz, aber bis dahin kann er schon da sein. Hoffe, dass sich das schöne Wetter hält, denn spätestens Ende nächster Woche sciebe ich hier einen Kinderwagen herum! Ihr könnt sicher sein, alles wird sofort im Blog berichtet, keine Angst!
Hier auf dem Lande gibt es auch Pferde. Auch Pferde? Ja, auch Pferde, Väterchen. Weil unsere Lotti ein kleines Pferdemädchen ist und sie in Deutschland schon mit dem Reiten angefangen hat, haben wir uns nun nach Pferdeferien umgesehen. Immerhin hat Lotti acht Wochen Sommerferien und die müssen wir mit Urlaub und Besuchen erstmal füllen. Also eine Woche Reiterhof, dachten wir.
Hier in der Nähe gibt es verschiedene Höfe, doch nicht alle bieten Ferien an. Nach längerer Suche und vor allem gnadenlosem Preisvergleich sind wir nun im Dartmouth Riding Center angemeldet.
Der kleine Hof gehört zum College und liegt eine Viertelstunde von uns entfernt sehr idyllisch im lichten Wald. Sie haben College-eigene Pferde und Einstellpferde hier -- eigentlich alle Größen und Farben.
Die Reiterferien sollen nun Anfang August stattfinden, wenn Micha zu einer Konferenz in New York weilt und ich hier mit dann hoffentlich drei Kindern versauere. Damit eben das nicht geschieht, soll die Lotti jeden Tag von 9 bis 12 Uhr auf dem Reiterhof mit Pferden zusammensein. Lernen, sie zu striegeln und zu satteln und zu reiten. Helme und Stiefel können wir leihen -- und das Kinderlächeln gibts hoffentlich kostenlos.
... möchte manchmal doch von Brot allein leben. Als Moritz uns offenbarte, dass er nicht mehr wisse, was Röstbrot ist, war uns klar: wir müssen handeln, um dieses so wichtige Identitätsmerkmal zu erhalten bzw. wieder zu erwecken. Also backte Micha ein Brot, das doppelt so groß war, wie sonst -- ein Laib von 1,5 kg. Dieses Brot sollte drei Tage frisch halten und seine Reste am vierten Tag im Toaster geröstet werden, auf dass es mit Knoblauch eingerieben und schmelzender Butter bestrichen werde könnte.
Und so kam es denn auch ... heute ist der dritte Tag und es sieht ganz gut aus, dass ein kleiner Rest den vierten Tag erlebt. Und dann gibt es wieder Röstbrot, nach acht Monaten Abstinenz.
Vor einigen Tagen fegte ein beachtlicher Sturm durch Hanover und Umgebung. Unser Bretterhaus wackelte ganz schön, bei Freunden von uns fiel der Strom aus. Heute waren wir zusammen mit Elise und Ollie bei schönstem Sonnenschein auf dem Golfplatz, um die Schäden zu begutachten.
Große, relativ gesunde Bäume waren abgeknickt und alle Pinien und Kiefern hatten die Hälfte ihrer Äste verloren.
Moritz und Charlotte gingen gleich auf Entdeckungstour: man kann ja nicht jeden Tag ins Innere eines Baumes schauen.
Der Golfplatz glich jedenfalls einem Abenteuerspielplatz. Erstaunlich, dass noch nicht aufgeräumt wurde, wo doch alle (vorhandenen) Bürgersteige sonst glänzen. Vielleicht war das nur der Auftakt zur Frühlingssturm-Saison, dann wird es bald noch mehr unfreiwillige Kletterbäume geben.